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Die Kosten werden sich weiter erhöhen

Günter Eller (stehend) informiert sachkundig über den Gesundheitsfond ab 2009 (von rechts): Öffentlichkeitsbeauftragter Markus Max, Geschäftsführer Gerd Wohlschlegel, Obermeister Karl-Heinz Kolb, Präsident der Handwerkskammer des Saarland, Hans-Alois+
Günter Eller (stehend) informiert sachkundig über den Gesundheitsfond ab 2009 (von rechts): Öffentlichkeitsbeauftragter Markus Max, Geschäftsführer Gerd Wohlschlegel, Obermeister Karl-Heinz Kolb, Präsident der Handwerkskammer des Saarland, Hans-Alois

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Versammlung der Bäckerinnung Saarlouis / Merzig : Gesundheitsfonds, Verpackungs-Verordnung und BGN-Beiträge thematisiert

Saarlouis (gwe). Obermeister Karl-Heinz Kolb begrüßte auf der Versammlung der Bäckerinnung Saarlouis / Merzig alle anwesenden Mitglieder und als Gäste unter anderem HWK Präsident Hans-Alois Kirf, Geschäftsführer Gerd Wohlschlegel und Vorstand Rainer Vollmar von der Bäko Saar Pfalz.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Obermeister Kolb auf zahlreiche Aktivitäten des Jahres 2007 ein wie das Seminar bro:Tplus in Weinheim oder den Bäckerball in Haus Scheidberg.

In 2008 fanden bereits zwei Hygieneseminare, die Brotprüfungen sowie ein EDV-bro:Tplus Seminar statt. Außerdem sind geplant drei Rot-Kreuz-Abende für den 8., 16. und 23. April 2008, am 19. April 2008 der landesweite Bäckerball im Autohaus Kreuzer in Saarlouis sowie am 10. August 2008 eine Radtour von Saarlouis nach Merzig bzw. Mettlach.

Anschließend trug Geschäftsführer Gerd Wohlschlegel trug die Jahresrechnung 2007 vor und präsentierte den Haushaltsplan 2008, die beide einstimmig angenommen wurden.

Günter Eller IKK von Südwest-Direkt informierte über die Beitragserhöhungen der gesetzlichen Krankenkassen, die allerdings die IKK nicht betrafen. Die IKK Südwest-Direkt ist mit einem Beitragssatz von 12,3 Prozent Spitzenreiter bei den gesetzlichen Krankenkassen.

Bei der Einführung des Gesundheitsfonds ab 1. 1.2009 werden die Kosten für den Arbeitgeber erhöht. Es wird ein einheitlicher Beitragssatz von wahrscheinlich ca. 15 Prozent von allen gesetzlichen Krankenkassen erhoben, zusätzlich wird ein neuer Morbiditäts-Risko-Strukturausgleich geschaffen. Ab November 2008 entscheiden die Krankenkassen über Bonus und Malus der Beiträge für die Arbeitnehmer.

Geschäftsführer Gerd Wohlschlegel entschuldigte zunächst den verhinderten LIM oland Schaefer und überraschte die recht zahlreich erschienenen Mitglieder mit den neusten Lehrlingszahlen im saarländischen Bäckerhandwerk: von 512 Auszubildenden zum Jahresanfang 2007 fiel die Zahl zum Jahresende 2007 auf 445. Hierbei wurden bei den Verkäuferinnen von 269 nur 203 Lehrlingsstellen besetzt. Dies ist ein Minus von 25 Prozent. Eine Erklärung hierfür gibt es zunächst nicht.

In Sachen Verpackungsverordnung las Wohlschlegel ein Schreiben der CEBP von Präsident Henri Wagner (Luxemburg) und Generalsekretär Dr. Eberhard Groebel vor, in dem der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Günter Verheugen, aufgefordert wurde, sich in der EG-Richtlinie für die Herausnahme von Serviceverpackungen aus dem Geltungsbereich der Verpackungsrichtlinie einzusetzen.

Geschäftsführer Wohlschlegel sprach auch den Fall Kassel/Weiß an, beide betreiben in Dillingen wie in Reisbach einen Bäckerladen, backen Brötchen selbst – ohne Meisterbrief – und lassen sich größten Teils beliefern. Mit einem Bürgerbrief an die Einwohner von Reisbach haben sie in verunglimpfender Weise das Bäckerhandwerk schlecht gemacht. Sowohl die HWK wie die Bäckerinnung haben in scharfen Briefen zu Unterlassung aufgerufen.

OM Karl-Heinz Kolb sprach noch die Beitragserhöhung der BGN ab 2008 an, die einen einheitlichen Gefahrentarif von 5,2 für Bäcker wie für Verkäuferinnen festlegt. Damit wird der Gefahrentarif für Bäcker von vorher 6,0 abgesenkt, aber für Verkäuferinnen von bisher 3,0 auf 5,2 angehoben. Dies bedeutete eine Erhöhung von ca. 20 Prozent der Kosten.

Auch die ÜLU-Zeiten wurden angeschnitten, wobei Präsident Hans-Alois Kirf von der Handwerkskammer des Saarlandes zusicherte, dass dies im Einzelfall geregelt werden könne, Er verwies auch darauf, dass ca. 15 Prozent aller Schüler keine Ausbildung erreichen und ab dem Jahre 2012 der Rückgang der Schülerentlasszahlen beginne. Er appellierte an die Anwesenden, sich rechtzeitig um Berufsnachwuchs zu kümmern.

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