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Sachsen
Bäko Leipzig-Halle eG schließt schwieriges Jahr mit Überschuss ab
Krostitz (ad). Die Bäko Leipzig-Halle eG wird pünktlich zum 1. Januar 2007 ein Stück wachsen. Nach bereits vollzogenen Fusionen mit den kleineren Bäkos Weißenfels und Dessau fassten die Mitglieder nun den einstimmigen Beschluss zur Fusion mit der Bäko Wittenberg. Mit der Übernahme Bäko Wittenberg durch die in Krostitz ansässige Bäko Halle-Leipzig wurde ein bereits seit Jahren betriebenes Vorhaben zum Abschluss gebracht. „Vorstand und Aufsichtsrat sind länger mit der Bäko Wittenberg im Gespräch gewesen, nun kamen deren Mitglieder mit der Bitte um Übernahme auf uns zu“, fasste Dieter Holzhausen, der Geschäftsführende Vorstand der übernehmenden Bäko Halle-Leipzig, die jüngste Entwicklung in Sachen Fusion zusammen.
Bei einer gemeinsamen Beratung der Aufsichtsräte beider Bäkos wurden Mitte Mai die „Hochzeitsvorbereitungen“ getroffen und ein Fusionsvertrag vorbereitet. Am 21. Juni 2006 fanden in beiden Bäkos Hauptversammlungen statt, auf deren Tagesordnung die Übernahme stand. In beiden Fällen sprachen sich die Mitglieder einstimmig für die „Ehe“ aus.
Zuvor erläuterte Rechtsanwalt Dirk Lehnhoff in seiner Funktion als stellvertretender Direktor des Bäko-Prüfungsverbandes den Mitgliedern den „Ehevertrag“, den er als „gut vorbereitet“ lobte. Diese Verschmelzungsvereinbarung wird zum 1. Januar 2007 in Kraft treten. Sie legt unter anderem fest, dass die im Ergebnis der Fusion entstehende Genossenschaft auch künftig als „Bäko Leipzig-Halle eg“ firmieren und ihren Sitz in Krostitz haben wird. Als Mitglieder des Aufsichtsrates wurden von Seiten der Wittenberger „Braut“ Bäckermeister Matthias Liebig und Konditormeister Jörg Fessler gewählt. Als „Mitgift“ bringt die übernommene Wittenberger Bäko 23 Mitglieder und 36 backende Kunden in den gemeinsamen Hausstand ein. Im Geschäftsjahr 2005 wurden ein Umsatz von knapp unter 1 Mio Euro und ein Überschuss von 8232 Euro erzielt.
Im Vergleich dazu ist die Bäko Leipzig-Halle eine deutlich größere Genossenschaft. Wie Dieter Holzhausen bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2005 erläuterte, belief sich der Umsatz „seiner“ Bäko im vergangenen Jahr auf rund 16,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 3,8 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2004. „Wir mussten 2005 erstmals einen Umsatzrückgang hinnehmen, es war ein durchaus schwieriges Jahr“, teilte Holzhausen den Bäko-Mitgliedern mit. Dass der Rückgang etwas höher als bei den vergleichbaren Bäkos im Bundesdurchschnitt ausfiel, habe seinen Grund vor allem in der Insolvenz des bis dahin größten Kunden der Genossenschaft.
Zu beklagen waren Umsatzeinbußen zwischen 1,5 (Mehl) und 8,6 Prozent (Frischdienst und Handelsware). Beim Frischdienst habe ein massiver Preisverfall zu Rückgängen geführt, so Holzhausen. Dank der Zuwächse in den Bereichen Süßwaren (4,5 Prozent) sowie Maschinen/Geräte (4,1 Prozent) konnte die Bäko Leipzig-Halle eG insgesamt einen Umsatz von 16,4 Mio Euro erzielen.
Trotz aller Widrigkeiten erzielte die Bäko nach Steuern einen Gewinn von über 32.000 Euro und steigerte ihre Eigenkapitalquote von 63,4 (2004) auf 67,7 Prozent. Im Gegenzug wurden die Baukredite bis auf 158.000 Euro getilgt. Bäckermeister Lutz George, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Bäko Leipzig-Halle eG, bescheinigte der Genossenschaft „geordnete Finanzverhältnisse“.
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