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Die Frage ist: „Wie komme ich an Geld?“

Rund 300 Betriebsinhaber nahmen an der Informationsveranstaltung der Handwerkskammer Niederbayern·Oberpfalz in Regensburg über aktuelle Finanzierungsfragen teil.  (Quelle: Schuller)+
Rund 300 Betriebsinhaber nahmen an der Informationsveranstaltung der Handwerkskammer Niederbayern·Oberpfalz in Regensburg über aktuelle Finanzierungsfragen teil. (Quelle: Schuller)

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HWK Niederbayern-Oberpfalz zeigt 300 Handwerken Alternativen zum Bankkredit auf

„Wie komme ich künftig an Geld?“ – diese Frage stand im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung der Handwerkskammer Niederbayern·Oberpfalz, zu der Kammerpräsident Hans Stark rund 300 interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer in der Bauhalle der Kammer in Regensburg begrüßte. Die Betriebsberater der Handwerkskammer zeigten dabei neben dem klassischen Bankkredit andere Möglichkeiten zur Finanzierung von Betrieben auf.

Präsident Hans Stark wies auf die Brisanz des Themas für das Handwerk hin und sagte bei den Beratungen der Handwerkskammer stehe die Finanzierungsfrage immer im Vordergrund. Er appellierte an die Betriebsinhaber, sich auf die neue Situation einzustellen und anstelle des Bankkredits aktiv alternative Lösungen zu suchen.

Auf die völlig veränderte Praxis der Kreditvergabe der Banken, ging Karl Hilkinger, Chefberater der Handwerkskammer Niederbayern·Oberpfalz, ein. Er betonte, der Bankkredit, als die für Handwerksbetriebe immer noch wichtigste Finanzierungsart, stehe nicht mehr in dem Maß wie bisher zur Verfügung. Aufgrund der Rahmenbedingungen für die Geldinstitute seien mittel- und langfristig auch keine positiven Veränderungen zu erwarten, darauf müsse sich das gesamte Handwerk einstellen.

Der Unternehmer von heute müsse deshalb den Blick für ergänzende und alternative Finanzierungsmöglichkeiten schärfen und seine Finanzierung langfristige neu planen, empfahl Hilkinger. Als Zukunftsformel der Unternehmensfinanzierung stellte er „X + Bankkredit“ heraus, wobei das X die Finanzierungsmöglichkeiten außerhalb des Bankkredits darstelle, die immer mehr Bedeutung erlangen.

Rechtsanwältin Claudia Kreuzer von der Handwerkskammer erläuterte, wie durch Maßnahmen im Bereich der Forderungen die Liquidität verbessert werden könnte. Sie forderte die Unternehmer auf, sich schon bei Auftragsverhandlungen über die Bonität des Kunden zu informieren. Sie riet dazu, beweisbare vertragliche Grundlagen zu schaffen, um für eventuelle spätere Streitigkeiten eine entsprechende Ausgangsbasis zu besitzen.

Forderungsmanagement

Als neues Angebot der Handwerkskammer präsentierte Andreas Keller, HWK-Unternehmensberater, „Fa-For-IT“. „In dieser Bezeichnung stecken drei verschiedene Rahmenverträge für ein erfolgreiches Forderungsmanagement, deren Sonderkonditionen allen Betrieben der HWK Niederbayern·Oberpfalz zugute kommen“, sagte der Referent. Aufgrund eines Rahmenvertrags mit einem regional tätigen Factoring-Institut könne der Verkauf von Forderungen gegen sofortige Bezahlung zu günstigen Konditionen nun auch für kleine Betriebe angeboten werden.

Daneben bestehe die Möglichkeit, Wirtschaftauskünfte über Firmen oder Privatpersonen ganz rasch – innerhalb von 30 Minuten - und zu Sonderkonditionen zu erhalten. Außerdem werden im Rahmen von Fa-For-IT zu verbilligten Konditionen Inkasso-Leistungen angeboten, die nur im Erfolgsfall zu bezahlen sind und auch keine Grundgebühr anfällt.

Womit die Betriebe beim Bankenrating künftig zu rechnen hätten, legte Josef Roider, als HWK- Unternehmensberater Spezialist für Bankenfinanzierung und Rating, dar. Er informierte detailliert darüber, was Geldinstitute für ihre Kreditbeurteilungen alles wissen wollen. Auf Alternativen zur Bankenfinanzierung ging Diplom-Kaufmann Klaus Jocham ein. Er wies dabei auch auf die Bedeutung des Leasing hin, das Sicherheiten schone und unter Umständen sogar die Bilanz verbessere.

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