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Die Bäcker begeistern die Messebesucher

In der Gläsernen Backstube gaben Lehrlinge und Meister vor den Augen der Messebesucher Proben ihres Könnens.+Weitere Fotos (2)
In der Gläsernen Backstube gaben Lehrlinge und Meister vor den Augen der Messebesucher Proben ihres Könnens.

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Sachsen

Hennigs Backstuben: Gläserner Backstube auf der mitteldeutschen handwerksmesse

Leipzig (ad). An zufriedenen Gesichtern herrschte während der mitteldeutschen handwerksmesse, die vom 18. bis 26. Februar in Leipzig stattfand, kein Mangel. Rund 172.000 Besucher kamen, um die Produkte und Leistungen der 260 ausstellenden Handwerksbetriebe in Augenschein zu nehmen und dabei ausgiebig zu testen und zu probieren. Zugleich erwies sich die mitteldeutsche handwerksmesse auch bei ihrer bereits neunten Auflage als wirtschaftspolitisches Forum und Plattform zur Meinungsbildung in Sachen Handwerk.

Schon bei der Eröffnung der Messe wies Josef Rahmen, Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH, auf die besondere Stärke des Lebensmittelhandwerks hin. „Gerade vor dem Hintergrund aktueller Lebensmittelskandale kommt dem Lebensmittelhandwerk eine große Bedeutung zu“, betonte Rahmen. „Wenn ich direkt beim Handwerker kaufe, kann ich dem Hersteller in die Augen blicken und habe eine höhere Sicherheit als beim Produkten, die in anonymen Industriebetrieben hergestellt wurden.“

Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und zugleich Schirmherr der Messe, verwies darauf, dass der Reichtum der Länder „von den Hand- und nicht von den Mundwerkern“ herrühre. Sächsische Bäcker sorgten auch in diesem Jahr für das leibliche Wohl der Messebesucher.

In der Gläsernen Backstube, die durch Hennigs Backstuben ausgerichtet wurde, konnten die Zuschauer live verfolgen, wie unter den Händen geschickter Bäcker nicht nur Brot und Brötchen, sondern auch zahlreiche süße Verführungen entstehen.

Nach seinen Erfahrungen bei der Premiere der Gläsernen Backstube im vergangenen Jahr hatte Jens Hennig, Obermeister der Bäckerinnung Leipziger Land, sich bereit erklärt, auch die zweite Auflage mit Mitarbeitern seines Betriebes zu einem Erfolg zu machen. Unterstützung erhielt Hennig durch die Bäckerei Brade aus Riese, zwei Backmeister der Bäckerfachschule, die Bäko und eine Reihe von Zulieferfirmen. In der Gläsernen Backstube gaben zwei Azubis des dritten Lehrjahres Proben ihres Könnens.

Um die hergestellten Backwaren auch angemessen präsentieren zu können, ließ Jens Hennig für die Messe eine eigene Ladeneinrichtung anliefern. Abgerundet wurde der Messeauftritt durch ein komplettes Eiscafé, das von den Messebesuchern regelrecht belagert wurde. Am Verkaufstresen und im Café standen sechs Verkäuferinnen in spe ihren Mann.

„Die Lehrlinge waren während der ganzen Messe richtig gut dabei“, lobte Jens Hennig das Engagement seiner jüngsten Mitarbeiter. Zur Motivation des Messeteams trug auch das Engagement des Chefs bei, der täglich am Stand anzutreffen war und seine Mitarbeiter auch schon mal zum gemeinsamen Abendessen einlud.

Mit der Resonanz, die die Gläserne Backstube beim Messepublikum fand, war Jens Hennig sehr zufrieden. „Während der gesamten Messedauer standen Schaulustige an, um den Lehrlingen in der Backstube auf die Finger schauen zu können“, sagte Hennig.

„Viele haben staunend festgestellt, dass viel Handarbeit im Spiel ist, um aus Mehl und anderen Zutaten Brot, Kartoffelkuchen, Dinkelspitz oder andere Backwaren herzustellen.“ Dass dieses Streben von Erfolg gekrönt war, wurde bei der Besucherbefragung deutlich. Stolze 95 Prozent der Befragten gaben der „Gläsernen Backstube“ gute und sehr gute Noten.

Noch aussagekräftiger waren indes die Schlangen, die sich nicht nur zur Mittagszeit dort bildeten, wo frisches Backwerk und 16 Sorten Eis sowie eine Reihe von Imbissangeboten zu haben waren.

Auf diese Weise habe sich der Messeauftritt als hervorragende Werbung für das Bäckerhandwerk erwiesen, fasste Hennig seine Erfahrungen zusammen. „Allerdings ist eine Menge Idealismus notwendig, denn der Aufwand für den Betrieb der Gläsernen Backstube ist so hoch, dass man auch bei gutem Verlauf kaum einen Gewinn machen kann.“

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