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Der Wettbewerb wird härter

Auf der gut besuchten Versammlung des BIV Südwest in Bad Dürkheim.  (Quelle: dt-press)+
Auf der gut besuchten Versammlung des BIV Südwest in Bad Dürkheim. (Quelle: dt-press)

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Tagung des Bäckerinnungsverbands Südwest mit Markttrends und Thema Hygiene / Vorerst keine Verbandsfusion

Rheinland-Pfalz Bad Dürkheim Auf der des Bäckerinnungsverbands Südwest standen Markttrends und ein Vortrag rund um Hygienemanagement im Mittelpunkt des Geschehens. Die Branche sei nach wie vor geprägt durch die abnehmende Zahl der Betriebe, betonte Landesinnungsmeister auf der gut besuchten Veranstaltung: Über 70 Prozent der Handwerksbäcker verzeichneten einen Jahresumsatz von unter einer halben Million Euro und seien damit angreifbar. Dass zurzeit noch etwa 2000 Verkaufsstationen in Vorkassenbereichen tätig seien, zeige, welch hohen Stellenwert der Lebensmitteleinzelhandel der Regionalität beimesse. Auch Schaubäckereien werden zwischenzeitlich in Supermärkten installiert. Und der Einsatz von Brot-Schneidemaschinen zeige, dass der das Brotgeschäft ernst nehme. Das Fazit von Renner: „Der Wettbewerb wird deutlich härter. In den nächsten Jahren kommen große Herausforderungen auf die Handwerksbäcker zu.“ Hinzu komme, dass der Mangel an Fachkräften immer raumgreifender und Energie immer teurer werde. Welche Blüten der Fachkräftemangel treibt, machte LIM Renner an einem Beispiel aus Rheinland-Pfalz deutlich: Da habe ein Möbelhaus versucht, aus Bäckereien Personal abzuwerben. Verbandsgeschäftsführer Helmut Münch wies in seinem Bericht darauf hin, dass der BIV Südwest derzeit 191 Mitlieder umfasse, sechs weniger als im Vorjahr. Damit sei zwar die Abschmelzung geringer geworden, aber noch nicht zu Ende. Er meinte, in den nächsten zehn Jahren sei weiter mit Veränderungen zu rechnen; Große wachsen und übernehmen oft Verkaufsstandorte der Kleinen.

Zur angedachten Fusion mit einem anderen Landesverband meinte LIM Renner: Die Idee als solche sei zwar nicht schlecht, doch eine Umsetzung zurzeit völlig aussichtslos. Schon aus territorialen Gründen sei etwa ein Landesinnungsverband im Bundesland Rheinland-Pfalz zurzeit nicht machbar.

Auch Lehrlingswart Rudolf Raab präsentierte rückläufige Zahlen. Mit aktuell 260 Bäcker- und 447 Verkaufslehrlingen sei der Rückgang um 42 beziehungsweise 87 jungen Leuten deutlich. Auch der Sektor der werde in Zukunft mit größeren Problemen umgehen müssen. Claus Becker, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit wies auf die laufenden Maßnahmen von ZV und Werbegemeinschaft hin. Die gute Resonanz darauf mache Mut. In Schulen seien Lehrkräfte in ihrem Verhältnis zum Bäckerhandwerk offener und zugänglicher geworden. Über Hygiene-Management hielt Florian-Fritz Preuß (Quant Qualitätssicherung GmbH) einen Vortrag. Er plädierte dabei für Prävention statt Reaktion, für die Einrichtung von Eigenkontrollsystemen sowie umfassende Gefahren-Analysen und objektive Risikobeurteilung. Alle Prozesse und Gefahrenpunkte müssten erfasst und Vorbeugemaßnahmen eingerichtet werden. Außerdem sollten die Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert und entsprechend instruiert werden. In dem Zusammenhang sei auch die Einrichtung eines Krisenstabs oder eines Notfallmanagements ratsam.


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