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Der Qualität auf der Spur

Michael Isensee: Kleinere Brötchen mit mehr Geschmack produzieren.+
Michael Isensee: Kleinere Brötchen mit mehr Geschmack produzieren.

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Niedersachsen

Brot- und Brötchenprüfung der Bäckerinnung Nienburg

Nienburg (p). Reges Interesse fanden die Ergebnisse der diesjährigen Brot- und Brötchenprüfung vor dem Arbeitskreis der Unternehmerfrauen des Handwerks im Landkreis Nienburg Weser unter dem Vorsitz von Frau Annegret Harms in den Berufsbildenden Schulen. Auch der Obermeister der Bäckerinnung, Karsten Glander, der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses Boris Kindermann, von der Nienburger Kreishandwerkerschaft Patrick Rasche und von den berufsbildenden Schulen Oberstudienrätin Anike Lange standen für Fragen zur Verfügung.

Brotprüfer Michael Isensee erläuterte den Unternehmerfrauen nicht nur die Kriterien, nach denen die Brote und Brötchen geprüft wurden, sondern er stellte anhand von Brotproben auch vor, welche Qualitätskriterien für Brot und Brötchen im Haushalt gelten sollten. Helle, große Brötchen wünschen sich die Kunden für ihr Geld, doch weniger ist mehr: kleinere Brötchen von goldbrauner Farbe bleiben länger knusprig und geschmackvoll. Bei den Broten ist es ähnlich: ein gut gebackenes Brot mit dunklerer Kruste weist viel mehr Geschmack auf und ist auch haltbarerer als ein weiches „Softbrot“.

Der amerikanische Trend zu hellen, weichen Broten entspricht nicht den Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft. Vollkornbrote sind angesagt, allerdings muss der Verbraucher wissen, dass ein gutes Vollkornbrot nicht dunkelbraun, sondern eher grau ist. Die zu starke Braunfärbung durch Malzzusatz führt zu Punktabzug bei der Brotprüfung. 31 Brote der 38 angelieferten Brote aus der Bäckerinnung Nienburg bekamen Gold- oder Silberurkunden, mit denen die Betriebe zwei Jahre lang werben dürfen.

Der Erfolg der Brotprüfung zeigt nicht nur, dass das Nienburger Bäckerhandwerk gute Brote herstellt, sondern auch, dass die Kunden an guter Qualität für ihr Geld interessiert sind. Der Nachmittag endete nach intensiver Diskussion bei Kaffee und Kuchen (hergestellt von den Auszubildenden im Bäckerhandwerk im 3. Ausbildungsjahr, die zurzeit ihre überbetriebliche Ausbildung in der BBS absolvieren).

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