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Der Phönix aus der Bohne

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Bäcker Patrick Crocoll hat sich mit „PhoenixCoffee“ eine weitere Kompetenz rund ums Rösten erarbeitet

Von Iris Treiber

Baden & Württemberg Bruchsal Die lange Schlange an der Kasse, an der die Gäste bestellen und zahlen, bevor die Ware dann am Platz serviert wird, und die angenehme Geschäftigkeit fallen zuerst auf. Danach springen Einrichtung und Geschirr in Orange und Schwarz ins Auge. „Uns war klar, dass das unsere Farben sind“, sagt Patrick Crocoll.

Der 40-Jährige ist von Beruf Bäcker und Konditormeister und betreibt zusammen mit seiner Frau Jasmin (35) die Kaffeerösterei „PhoenixCoffee“ in Bruchsal, einer kleinen Stadt nördlich von Karlsruhe. So steigt denn auch im Logo des „Coffeeshops“, wie Patrick Crocoll sagt, ein orangefarbener Phönix aus einer schwarzen Kaffeebohne auf.

Neuanfang nach fünf

Jahren in Neuseeland

„Für uns hat das Rösten als Auferstehung für den auch einen Neuanfang symbolisiert“, sagt er. Gemeint ist die Ladeneröffnung im Oktober 2009. Zuvor war das Paar gemeinsam fünf Jahre lang in Neuseeland in der Branche tätig.

Patrick Crocoll hatte dort den Konditoreibereich einer deutschen Bäckerei aufgebaut, als Koch gearbeitet und Kaffeerösten gelernt. Jasmin Crocoll hatte jene Bäckerei gemanagt und sich zur Kaffeesommelière und zum Bachelor im Hotelmanagement ausbilden lassen.

Sonntags kommen bis zu

200 Kilo Kaffee aus dem Röster

„Der Plan damals war, eine Kaffeerösterei mit kleinem Coffeeshop zu eröffnen, in dem es Kaffee hoher Qualität und dazu einen Muffin gibt“, sagt Patrick Crocoll. „Und jetzt haben wir eine kleine Rösterei mit einem großen Coffeeshop, in dem 22 Personen arbeiten.“ 15 Kilogramm Rohkaffee fasst der , das ergibt 12,5 Kilogramm gerösteten Kaffee.

Bis zu 200 Kilogramm röstet Patrick Crocoll jeden Sonntag über jeweils 22 bis 24 Minuten, um ein magenfreundliches, aromatisches Produkt zu erhalten. 13 verschiedene Kaffees umfasst das Sortiment.

Über die Jahre nahm die Fläche des Coffeeshops zu, die Anzahl der Sitzplätze wuchs von 40 auf 80, und seit zwei Jahren wird in einer neu eingerichteten Backstube gebacken. Damit konnte die ehemalige Konditoreiecke in der Küche aufgelöst werden. Patrick Crocoll bekam die Gelegenheit, endlich wieder mehr Bäcker zu sein, bevor er an der Kaffeemaschine steht.

Backwaren für

den Coffeeshop

Die Kunden im Coffeeshop verzehren den größten Teil der Backwaren. Die Segmente Frühstück, Mittagessen, Kaffeeverkauf, Kaffeegetränke, belegte Brötchen und Süßgebäck tragen zu etwa gleichen Teilen dem Umsatz bei.

Acht verschiedene Brötchensorten gibt es, einige Brotsorten, darunter Maisbrot und das fladenartige Naan als Beilage zu den Speisen, zehn Sorten Muffins, darunter drei vegane, sowie 20 Sorten Kuchen und Torten.

Da das Frühstück erst ab 9 Uhr à la carte angeboten wird, gibt es ab 7 Uhr vorgefertigte Frühstücke: mit Rührei, mit Putenbrust, mit Spiegelei, Speck und weiteren Belägen.


Lesen Sie hierzu folgende Bücher


  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

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