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Saarland
Neuwahl bei der Bäckerinnung Ottweiler/St. Wendel / Mitgliedsbetriebe verloren
Eppelborn (gal). Der bisherige Obermeister Roland Schaefer hat sein Amt in der Bäckerinnung Ottweiler/St. Wendel zur Verfügung gestellt. Die Frühjahrsversammlung wählte Harry Barthold (46) aus St. Wendel-Oberkirchen, der bisher stellvertretender Obermeister war, einstimmig zu seinem Nachfolger. Schaefer wird auf der Delegiertenversammlung im Juni auch nicht mehr zur Wiederwahl als Landesinnungsmeister zur Verfügung stehen. Als Hauptgrund dafür nannte er jetzt wie bei den Frühjahrsversammlungen der übrigen drei Innungen im Saarland, den trotz mehrerer Anläufe gescheiterten Versuch des Bäckerinnungsverbandes Saarland und seiner Person, die noch bestehenden vier Bäckerinnungen zu einer Landesinnung zu fusionieren. Mehrerer Bäckereien der Innung Saarlouis/Merzig waren dagegen. Schaefer bedankte sich bei den Kollegen, insbesondere beim Innungsvorstand: „Ich habe noch nie erlebt, dass bei uns eine Sache geplatzt ist. Ich bedanke mich als Obermeister für das Vertrauen in den letzten 15 Jahren, von denen ich neun Jahre Landesinnungsmeister war. Vielleicht waren der Weg und der Zeitpunkt für die Landesinnung falsch.“
Zur Situation der Innung Ottweiler/St. Wendel sagte Schaefer: „Die Innung steht noch ganz gut da. Aber die Einnahmen werden geringer und die Ausgaben bleiben bestenfalls gleich.“ Dies bestätigte sich bei der Vorstellung der Jahresrechnung. Die Kollegen Marko Scheer und Wolfgang Schmitt hatten die Kasse geprüft und keine Beanstandungen festgestellt. Die Versammlung erteilte dem Vorstand und der Geschäftsführung einstimmig Entlastung. Ebenso einstimmig verabschiedete sie den Haushalt 2007, den Innungsgeschäftsführer Gerd Wohlschlegel vorlegte. Wohlschlegel bedauerte das Ausscheiden Schaefers mehrfach. Er musste außerdem erneut einen Rückgang der Bäckereibetriebe feststellen. Bei der Innung Ottweiler/St. Wendel habe es im vergangenen Jahr fünf Abgänge gegeben. 70 Betriebe seien noch Mitglied, 319 im Saarland. Der Organisationsgrad in der Innung betrage aber über 80 Prozent, dies sei Spitze. Gut sei auch die Ausbildungssituation mit 512 Lehrlingen: 236 im Bäckerhandwerk, 276 im Verkauf.
Gerd Wohlschlegel informierte die Innungsmitglieder über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das seit 18. August 2006 in Kraft ist. Danach darf niemand wegen Rasse, Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Identität mittelbar oder unmittelbar benachteiligt werden. Insbesondere in Stellenanzeigen sollten weder geschlechtsspezifische Anforderungen noch Altersangaben gemacht werden, empfahl Wohlschlegel, sonst drohten rechtliche Komplikationen.
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