ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Das Erfolgsbrot kommt aus dem Holzofen

Teamwork: Miguel Szczes backt die Brote im Holzofen, die Verena Gangel als „Einzugsbrote“ einpackt. (Quelle: Marconi)+
Teamwork: Miguel Szczes backt die Brote im Holzofen, die Verena Gangel als „Einzugsbrote“ einpackt. (Quelle: Marconi)

Weitere Artikel zu


Mit Einführung dieser Produktionsmethode hat die Bäckerei Gangel ihr Geschäft wortwörtlich befeuert

Von Carla Marconi

Hessen Frankfurt Das Feuer lodert im hinteren Teil der Backstube. Miguel Szczes stochert in der heißen Glut. „Das ist unser , in dem wir seit einigen Jahren unser Holzofenbrot herstellen“, sagt der 48-Jährige, der zusammen mit Verena Gangel (38) die Bäckerei Gangel im Frankfurter Stadtteil Kalbach leitet.

Die beiden haben den Betrieb 2009 in sechster Generation von Verenas Eltern übernommen, „und die siebte Generation ist auch schon am Start“, erzählen sie lachend. Ihre Kinder, ein zehnjähriger Sohn sowie eine achtjährige Tochter, würden jetzt schon mit Hand im Betrieb anlegen, indem sie ab und an im Laden helfen.

Alleinstellungsmerkmal

ist das Holzofenbrot

Mit der Übernahme des Familienbetriebes vor acht Jahren haben sie frischen Wind entfacht. „Wir haben in der Buchhaltung und bei den Bürotätigkeiten auf EDV umgestellt, eine Homepage erstellt und uns auf Facebook präsentiert. Aber in der Backstube setzen wir nach wie vor auf Handarbeit. Wir sind eine Handwerksbäckerei, denn wir punkten durch Qualität“, sagt Szczes.

Das Alleinstellungsmerkmal der Bäckerei ist ihr Holzofenbrot. Damit wirbt die Familie in ihren Filialen, auf Facebook und auf der Homepage. Mittlerweile ist das Holzofenbrot – ein Roggen-Mischbrot für 3,80 Euro das Kilogramm – der Verkaufsschlager. „Das hat zwar einige Zeit gedauert, aber mittlerweile sind unsere Kunden überzeugt.“

Leichte Feuchtigkeit

schafft lange Haltbarkeit

Das Brot zeichne sich durch eine starke Kruste aus, die durch die große Hitze im Holzofen entstehe. Gleichzeitig sei der Teig innen noch etwas feucht, wodurch das Produkt sehr lang frisch bleibe „Man kann es fast eine Woche lang essen.“ Die Idee hatten die beiden beim Besuch eines Marktes, wo ein Kollege mit einem Holzofen backte.

Etwa 80 Prozent des Geschäftes machen Brot und Brötchen, 20 Prozent Kuchen und Stückchen. Hier dominiert Hefegebäck, einfach und traditionell. „Wir wollen bewusst nicht jeden Trend mitmachen, obwohl wir oft auf Kundenwünsche eingehen“, erläutern die beiden.

Gut bestücktes Sortiment (oben). Das Backen am Holzofen ist Chefsache – da darf nur Joachim Sachau persönlich ran.
Auch interessant

Holzofen bringt den Aufschwung

Von Dorothee Hoenig Schleswig-Holstein Neumünster-Einfeld Eine breite Fensterfront, dahinter eine großzügige Verkaufstheke, Sprossenglasscheiben und ein Holzbackofen neben einem Etagen-Backofen: mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel