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Da nimmt die Sahneschnitte eine Auszeit

Hitzerekorde sind nicht gerade das ideale Wetter für Konditoreiprodukte. (Quelle: Shutterstock/worawut2524)+
Hitzerekorde sind nicht gerade das ideale Wetter für Konditoreiprodukte. (Quelle: Shutterstock/worawut2524)

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Umfrage: Diese Auswirkungen hatte die Hitzewelle auf Umsatz und Angebot in Bäckereien und Cafés

Von Herbert Schwittay

Brandenburg Bad Wilsnack. Schwimmbäder melden Besucherrekorde. Bäckereien und Cafébesitzer können da nicht mithalten. Kunden kaufen weniger, und in den Cafés bleiben viele Plätze leer.

Es liegen nur selten Dinge in der Auslage, bei denen Sahne oder Creme verarbeitet wurde. „Schon ab 25 Grad Außentemperatur nehmen wir Windbeutel, Torten oder Sahneschnitten aus dem Sortiment“, sagt Bäckermeister Michael Gramentz aus Putlitz. Dafür gibt es mehr fruchtig-frische Dinge.

Morgens kaufen, um

mittags der Hitze zu entgehen

Bäckermeister Denis Goldmann in Lüchow hat einen Trend festgestellt. „Die Menschen kaufen ihre Backwaren recht früh ein. Meistens bis morgens um 10 Uhr. Dann wird es ruhiger und der Strom flaut ab.“ Während sich das nur unwesentlich auf den Umsatz auswirke, gingen die Zahlen im Café rapide zurück.

In den drei Cafés von Konditormeister Lutz Kirstein in Rädel sprechen die Zahlen für sich: „Bei allem, was bei uns mit Sahne produziert wird, ist der Umsatz um die Hälfte eingebrochen. Nur durch einen erhöhten Verkauf bei Brötchen und Brot ist das ein wenig aufzufangen.“

Schwerpunktmäßig werde vor der großen Mittagshitze eingekauft. Dann packen die Verkäuferinnen Blechkuchen mit verschiedenen Früchten ein. „Der Kunde lässt es sich dann am See oder im Park schmecken.“

„In der Region wird das Sahnesortiment eher verhalten gekauft. Deshalb haben wir auch außerhalb der großen Hitze immer nur zwei bis drei Varianten wöchentlich im Angebot“, meint Bäckermeister Olaf Buchholz von der Deichbäckerei in Beuster. Cremesachen würden derzeit durch Plunder und Obstkuchen ersetzt.

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