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Baden & Württemberg
Kehl-Hanauerland: Kleine Innung mit vielen Aktivitäten – Vielfältige Informationen
Kehl (ag). Bruno Dierle ist in der Generalversammlung der Bäckerinnung Kehl-Hanauerland als Obermeister wieder gewählt worden. Er hat das Amt 2004 als Nachfolger des langjährigen Obermeisters Georg Hornung übernommen und gilt als Befürworter kleiner Innungen, zu denen die Bäckerinnung Kehl zählt, die aktuell noch 14 Mitglieder hat. Stellvertretender Obermeister bleibt Frank Schmidt, Lehrlingswart Georg Hornung jun. Als Beisitzer wurden Wolfgang Rack und Gerd Schneider gewählt. Geschäftsführerin der Innung ist Anita Schnee, sie stand nicht zur Wahl. Zuvor war der Vorstand einstimmig entlastet worden. Dem Haushaltsplan 2007 gaben die Innungsmitglieder ihre Zustimmung. Die Kassenprüfer bestätigten geordnete Finanzen der Innung.
Weil man es gelegentlich anders höre, stellte Obermeister Dierle fest, dass die drei Bäckerinnungen in der Ortenau, Offenburg, Kehl und Wolfach, nicht fusioniert haben, sondern lediglich eine Kooperation eingegangen sind, wie sie in der Innungsarbeit schon länger praktiziert werde. Die drei Innungen seien auch für eine Zusammenarbeit mit der Innung Lahr offen. Zu besonderen Veranstaltungen lade man die Kollegen ein.
In seinem Rückblick auf die Zukunft sagte Dierle: „Wir sind zwar eine kleine Innung, doch wir machen weiter, so lange es eben geht.“ Neue Mitglieder zu gewinnen sei schwierig, vor allem in einer Zeit, in der Bäckereien zunehmend ihre Selbstständigkeit aufgeben.
Über „Aktuelle Themen des Bäckerhandwerks“ berichtete die Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes Baden, Rechtsanwältin Ute Sagebiel-Hannich. Besorgt äußerte sie sich über die witterungsbedingt zu erwartende schlechte Getreideernte. Sie empfahl den Bäckern, ihre Preise der aktuellen Marktlage anzupassen. Die Betriebe müssten existenzfähig bleiben.
Weitere Themen des Referats waren die Organisationsform BGN, das Arbeitsrecht, die Erbschafts- und Unternehmenssteuerreform.
Die Bäko Mittelbaden blicke insgesamt auf ein erfolgreiches, wirtschaftliches Jahr und bediene derzeit annähernd 500 Kunden, sagte Direktor Bernd Neubauer in seinen Grußworten. Dieser positiven Einschätzung würden allerdings eine wachsende Zahl von Insolvenzen gegenüberstehen. Auch Neubauer beurteilte die Ernteaussichten kritisch. Sie verschärften jedenfalls die Preissituation, die schon durch eine Verknappung der Rohstoffe angespannt sei. In dieser Lage sei die Bäko für die Kundentreue der Backbetriebe besonders dankbar, so Neubauer.
Im Versicherungsbereich waren Erwin Weber von der Signal-Iduna und Manfred Knauer von der Innungskrankenkasse (IKK) fachkundige Referenten. Als Dauerproblem nannte es Weber, dass immer mehr Menschen Rente beziehen wollen, aber immer weniger in die Versicherung einbezahlen. Wo das hinführen soll, könne niemand überzeugend erklären. Knauer versicherte seinen Zuhörern, dass die Beiträge in überschaubarer Zeit stabil bleiben. Diese Zusage könne er natürlich nur für die IKK machen.
Von der beruflichen Schule in Kehl waren Signale für eine noch verbesserte Zusammenarbeit zu vernehmen.
Bayerisches Bäckereimuseum
Oberfranken ist schon bald um eine Attraktion reicher. mehr...
Foto: Grosholz" />