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Brote gut, Berufsnachwuchs weniger gut

Ute Sagebiel-Hannich, Karl-Heinz Jooß, Silvia Roschy, Jürgen Schongar, Jürgen Schweikert am Vorstandstisch der Innung Karlsruhe (von links). Foto: Treiber+
Ute Sagebiel-Hannich, Karl-Heinz Jooß, Silvia Roschy, Jürgen Schongar, Jürgen Schweikert am Vorstandstisch der Innung Karlsruhe (von links). Foto: Treiber

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Versammlung der Bäckerinnung Karlsruhe mit aktuellen Branchenthemen

Baden & Württemberg Loben konnte Karl-Heinz Jooß, der Obermeister der Bäckerinnung Karlsruhe seine Bäckerkollegen bei der Herbstversammlung: Immerhin hatten 80 Prozent der Brote und 88 Prozent der Brötchen, die bei der letzten Brotprüfung geprüft worden waren, die Note „Gut“ oder „Sehr gut“ erhalten. Nicht ganz so zufrieden war er mit dem Ergebnis der letzten Auszubildendenprüfungen. Die jungen Bäcker hatten einen Notendurchschnitt von 3,4 erreicht, die Fachverkäuferinnen 2,8.

Bedingt durch einen Generationswechsel konnte der Obermeister zwei neue Mitglieder begrüßen: Martin Fütterer und Ralf Röckel.

Ute Sagebiel-Hannich, die Geschäftsführerin des Bäckerinnungsverbands Baden, berichtete vom Klageverfahren des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks gegen Aldi. Es gehe im Zusammenhang mit Backautomaten um die Frage, was als „Backen“ bezeichnet werden dürfe (siehe auch Bericht auf Seite 3).

Auch die Diskussion um den Smiley, der für besondere Hygiene stehen solle, sei noch nicht abgeschlossen. Da nicht alle Betriebe gleichzeitig von den Kontrolleuren überprüft würden, hätten auch nicht alle, unabhängig von den hygienischen Verhältnissen, die Möglichkeit, die Auszeichnung zu bekommen. Deshalb sei es zweifelhaft, ob eine solche Kennzeichnung als Ergebnis einer öffentlichkeitswirksamen Bewertung überhaupt möglich sei. Im Zusammenhang mit der Lebensmittelkontrolle riet sie allen Bäckermeistern, insbesondere Gebührenbescheide grundsätzlich gut zu überprüfen.

Nicht weitergeführt werde die „Ampelkennzeichnung“, bei der rote, gelbe oder grüne Punkte verdeutlichen sollten, wie gesund ein Lebensmittel ist. Zusatzstoffe müssten jedoch auch bei loser Ware verzeichnet werden. Zum Angebot von Backwaren am Sonntag berichtete Ute Sagebiel-Hannich, dass insbesondere Großbäckereien mit einer Bäckerei-Gastronomie dazu übergingen den ganzen Sonntag frische Brötchen anzubieten. Es gebe bereits einzelne Entscheidungen, dass dies nicht dem Ladenschlussgesetz widerspreche, sondern ein Resultat des veränderten Verbraucherverhaltens sei.

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