Regional
„Startbahn“ zeigt Wege auf
Antoniusheim als Berufsförderschule anerkannt
Fulda (ke). „Die einzige Förderberufsschule in Hessen, die junge Menschen mit Behinderung durch Unterricht und Ausbildung auf eine berufliche Tätigkeit vorbereitet, wird 1,3 Millionen Euro für einen Neubau erhalten.“ Das kündigte Jürgen Banzer, Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, bei einem Gespräch im Antoniusheim in Fulda an. Das Antoniusheim bietet über 230 Arbeitsplätze im kunsthandwerklich-kreativen Bereich, im Grünen Bereich (Garten und Landwirtschaft), in der Lebensmittelverarbeitung und in der Hauswirtschaft.
Das Projekt „Startbahn“ ist eine Schule zur Berufsfindung und -vorbereitung, die ihren Schülern auf der Grundlage individuell ausgearbeiteter Förderpläne eine berufliche Qualifizierung bietet. Nach einer Pilotphase wurde die Schule im Jahr 2008 vom Hessischen Kultusministerium anerkannt. Während der Schulzeit können die Lehrkräfte ihre Schüler kennenlernen, ihre Potentiale entdecken und die vorhandenen Stärken weiter fördern. Sie bekommen, unabhängig vom Grad ihrer Behinderung, spezifische Wege ins Berufsleben aufgezeigt.
Unterstützt wird das Projekt seit zehn Jahren von der Fördergemeinschaft Perspektiva. 55 Unternehmer – darunter neben Großunternehmen auch die Bäckerei Pappert – versuchen den Schülern eine Berufsperspektive zu bieten – sei es durch ein Praktikum, eine Einstellung oder durch ein Ausbildungsangebot.
Um den Anforderungen an diese moderne Form der Ausbildung gerecht zu werden, benötigt die Förderschule zusätzliche Räumlichkeiten. Die Gesamtkosten des Neubauvorhabens werden sich auf rund 3,2 Millionen Euro belaufen. 1,3 Millionen will Hessen aus Landesmitteln beisteuern. Außerdem erhalte die private Berufsschule über die Ersatzschulfinanzierung nun einen Fördersatz pro Schüler, was rund 90 Prozent der Schulkosten entspreche. Die Schule hat nun auch das Recht, nach den für öffentliche Berufsschulen geltenden Vorschriften Prüfungen abzuhalten und Zeugnisse auszustellen.
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