Regional
„Handwerk ein Hort relativer Stabilität“
Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck beim Neujahrsempfang der Innung Nürnberg

Achim Hanisch, Brigitte Baur, Dr. Roland Fleck, Manfred Kerschbaum, Karl Pabst, Erich Heidrich und Thomas Pirner beim Empfang. Foto: Buchmann Foto: Buchmann
Vor gut 60 Zuhörern im noblen Ambiente des innungseigenen „Bäckerhofs“ lobte Gastredner Fleck das Handwerk: Hier zeigten Betriebsinhaber noch „ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Beschäftigten“. Auch deshalb stehe man mit einer Arbeitslosenquote von 5,3Prozent im Bundesvergleich der Großstädte immer noch auf Platz drei hinter München und Stuttgart (Bayern: 4,6; Bund: 7,8). Die „schwerste Rezession seit den 30er Jahren“ mit BIP-Rückgang von fünf Prozent im Jahr 2009 treffe das Handwerk nur partiell.
In seinem Vortrag zum Thema „Region Nürnberg – wo sind wir? Wo gehen wir hin?“ machte der Redner als Hauptgrund der Krise aus, dass das Erfolgsmodell der Sozialen Marktwirtschaft zuletzt in die Defensive gedrängt worden sei. Die Verfechter der anglo-amerikanischen Wirtschaftsordnung hätten Oberwasser bekommen. Fleck, der CSU angehörend, räumte Fehler der Politik ein – der Gesetzgeber habe diese Entwicklung unterstützt und nicht die Real-, sondern die Finanzwirtschaft in den Mittelpunkt gerückt. Jetzt sei es an der Zeit, wieder ein „ordnungspolitisches Korsett“ einzuziehen, bei Menschen und Betrieben Vertrauen zu schaffen, ihnen Orientierung zu geben. Nürnbergs Bäcker-Obermeister Manfred Kerschbaum lobte die Einsichten des Referenten.
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