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Bäcker profitieren von medialem Interesse

Erfolgreiche Aktionen beflügeln. Zufrieden gehen Obermeister Jan-Henning Körner (von links) und die Vorstandskollegen Katharina Daube, Heinz Hintelmann und Dirk Hansen aus der Verbandssitzung.  (Quelle: Hoffmeister)+
Erfolgreiche Aktionen beflügeln. Zufrieden gehen Obermeister Jan-Henning Körner (von links) und die Vorstandskollegen Katharina Daube, Heinz Hintelmann und Dirk Hansen aus der Verbandssitzung. (Quelle: Hoffmeister)

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Aktion „Brot aus Hamburg“ kommt gut an und wird abgewandelt fortgesetzt / Erfolgreich mit Azubi-Projekt

Hamburg „Besorgniserregend“ nannte Obermeister Jan-Henning Körner eine Entwicklung, die nicht nur den Bäckern der Innung Hamburg zu schaffen mache: Immer weniger Menschen würden Brot essen. Der Rückgang läge bei vier Prozent.

Da knüpfen aber die guten Nachrichten aus Hamburg an. Mit der außerordentlich erfolgreichen Aktion „Brot aus Hamburg“ nahmen die Bäcker am „Tag des Brotes“ in Berlin teil. Besonders auffällig seien dabei die roten Aktions-T-Shirts gewesen, die mit dem Slogan warben. Auch von der Fernsehserie „Deutschland sucht den besten Bäcker“ haben die Hamburger profitieren können. Jan-Henning Körner hatte beim Wettbewerb in Hamburg selbst teilgenommen und berichtete, dass er immer noch darauf angesprochen werde. In dem Zusammenhang fand auch die Brotprüfung in Hamburg ungewöhnlich große mediale Aufmerksamkeit. „Der Herbst war sehr positiv für uns. Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir mit der keine Probleme bekommen“, mahnte der Obermeister. Heinz Essel wurde konkret: „Reporter werden rumlaufen und Verkäuferinnen ansprechen.“ Grundsätzlich sei die aber eine Chance, sich als Fachbetrieb zu positionieren. „Gehst du zum Bäcker, bekommst du eine fachliche Antwort“. Auch Jan-Henning Körner sieht die Kennzeichnungspflicht trotz aller Unsicherheit um die praktische Gestaltung positiv. „Wir können das dem Verbraucher positiv verkaufen, wenn es uns gelingt, darüber gut zu informieren.“

Die Lehrlingszahlen in Hamburg stagnieren. 151 Verkäuferinnen und 68 Bäcker hatten 2014 ihre Lehre abgeschlossen. Dennoch richtet sich das Handwerk auf schwierige Zeiten ein. Ein Projekt, das schwächere Jugendliche in Hamburg auf die Ausbildung vorbereitet, ist sehr erfolgreich. Jugendliche „üben“ dabei drei Monate, bevor sie in die Betriebe gehen. Sie haben einen Ausbildungsvertrag mit der Bäckerinnung Hamburg. Zwei Ausbilder kümmern sich individuell um die Jugendlichen, auch um einem Abbruch der Lehre vorzubeugen. Die Zusammenarbeit mit den Betrieben sei sehr gut. 25 Bäcker und 41 Fachverkäuferinnen aus diesem Programm haben 2014 ihre Lehre erfolgreiche abgeschlossen.

Gute Nachrichten und neue Ideen hatte auch Vorstandsmitglied Katharina Daube mitgebracht. Im Dezember sollen Stutenkerle in der Lehrbackstube des Elbkampus gebacken und in der Innenstadt an Passanten verteilt werden. Dann wird es eine Schnittbrotaktion geben, die die erfolgreiche „Brot aus Hamburg“-Aktion „warm hält“. Angedacht ist auch eine Aktion „Abendbrot“ gemeinsam mit einem Lebensmittelverarbeiter wie Kühne oder Hansano. Auch im Bereich des Sports soll „Brot aus Hamburg“ weiter für Aufmerksamkeit sorgen. Es laufen Gespräche mit dem HSV und den Veranstaltern der Cyclassics, einem Radrennen.

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