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Baden & Württemberg
Erwin Barleon ist tot: Branche verliert ein Vorbild
Bötzingen (ag). Unerwartet starb im Alter von 69 Jahren Bäckermeister Erwin Barleon. Um ihn trauern seine Familie und über 30 Mitarbeiter, denen der Senior ein verständnisvoller Chef war. Das Bäckerhandwerk verliert mit ihm eine markante Persönlichkeit. Erwin Barleon ging nicht den bequemen Weg, er riskierte viel und hatte Erfolg. Dabei war seine Frau Anna Maria, geborene Ama, seine wichtigste Mitarbeiterin und Beraterin. Gemeinsam gingen sie die Aufgaben an und bauten die Bäckerei in Bötzingen am Kaiserstuhl zu einem angesehenen Unternehmen in der Backwarenbranche aus. So hinterlässt Erwin Barleon ein beachtliches Lebenswerk, das nun von seinem Sohn, Konditormeister Ulrich Barleon, weitergeführt wird.
Zum Stammgeschäft in Bötzingen gehören zwei Filialen im Ort und eine im benachbarten Umkirch. 1980 hat die Bäckerei Barleon neue und größere Räume bezogen. Der Betrieb wurde mit einem der schönsten Cafés am Kaiserstuhl erweitert. Und Obwohl schon bekannte Kollegen die Freiburger Innenstadt mit ihren Filialen besetzt hatten, wagte Barleon das Risiko zu neuen Geschäftseröffnungen. An der Bertoldstraße wurde ein Filiale eröffnet und in Unterlinden eine weitere. Dabei bewies Barleon seinen guten Riecher für die richtigen Standorte. Die Wettbewerber am Markt kümmerten ihn dabei nicht. Er vertraute allein seiner Qualität.
Die Handwerksbäckerei war Erwin Barleon ein Herzensanliegen. Die vielen jungen Menschen, die er als Bäcker und Verkäuferinnen ausbildete, hatten einen guten Lehrmeister, der trotz seines Berufes, den er mit großer Liebe und Sorgfalt ausübte, noch die Zeit für ehrenamtliches Engagement fand.
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