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Backen für die Gäste der anderen

Max Pritsch ist 2011 in dritter Generation in den Familienbetrieb eingestiegen. (Quelle: Hoenig)+
Max Pritsch ist 2011 in dritter Generation in den Familienbetrieb eingestiegen. (Quelle: Hoenig)

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Die Hamburger Bäckerei Pritsch betreibt ein erfolgreiches Liefergeschäft mit Hamburger Luxushotels

Von Dorothee Hoenig

Hamburg Falls Udo Lindenberg zu seinem Frühstück mittags ein Brötchen isst, dann stammt das Brötchen aus der Bäckerei Pritsch. Denn die Familienbäckerei mit Sitz in Hamburg-Uhlenhorst beliefert das Domizil des Künstlers, das Hotel Atlantic Kempinski und auch andere Hamburger Luxushotels und gastronomische Betriebe.

„Etwa 300 Liefer-Kunden haben wir in Hamburg“, berichtet Junior-Chef . Täglich belieferten sie 150 bis 180 Kunden. „Das macht etwa drei Viertel unseres Umsatzes aus. Ein Viertel erwirtschaften wir in drei Filialen und über Wiederverkäufer.“

In zwei Backstuben

produzieren 25 Mitarbeiter

Produziert wird in zwei Backstuben – von insgesamt 20 bis 25 Mitarbeitern. Zehn Mitarbeiterinnen arbeiten im Verkauf. 15Angestellte sind es in der Verwaltung und im Fahrdienst. Die Produktpalette ist breit und reicht von einem klassischen Sortiment mit Roggenbrot, Kastenweizen, Weizen- und Roggenbrötchen über regionale Produkte wie das Franzbrötchen und die Alsterkruste bis zu internationalen Spezialitäten.

Im Angebot sind zum Beispiel Kartoffelnussbrot, Dinkelkürbisbrot, Bagels, Ciabatta und verschiedene Baguette-Varianten. Ciabatta und Baguette sind die Sorten, die in großen Mengen an die Kunden aus der Gastronomie gehen. Sie werden in der zweiten Backstube hergestellt.

Rezeptideen aus

New York mitgebracht

„Neue Produkte entwickeln wir nach den Wünschen der Gastronomie“, sagt Max Pritsch (30). Aber wichtig sei, über den Tellerrand hinauszuschauen. So habe sein Vater Kurt zum Beispiel von einem New York-Besuch neue Rezepte mitgebracht.

Über den Umweg eines Studiums ist Max Pritsch 2011 in dritter Generation in den Familienbetrieb eingestiegen. Er hat per „Turbo-Ausbildung“ in zwei Jahren seinen Bäckergesellen gemacht. Bis 2017 soll der Meister folgen.

„Zehn bis 15 Prozent mehr Umsatz machen wir seit 2011“, sagt der Hamburger. Das Plus stamme aus dem Liefergeschäft. Neue Kunden gewinnen sie per Mundpropaganda. „Die Bäckerei Pritsch hat in Hamburg einen Namen“, sagt Max Pritsch stolz.

Pläne gibt es für das Hauptgeschäft. Im Sommer steht ein Umbau an: moderner, heller und etwas größer sollen Verkaufsraum und Café werden. Und schon seit Längerem in der Diskussion ist eine neue Backstube.

Backstube mit

eingebauter Transparenz

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