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Bayern
Gemeinsame Freisprechungsfeier der Bäcker und Fleischer in Nordschwaben
Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Lehrzeit sprach Kreishandwerksmeister Karl Kratochvil im Schulzentrum in Tapfheim 83 junge Nahrungsmittelhandwerker frei. Der Kreishandwerksmeister dankte den Ausbildern, den Lehrern der Berufsschulen Lauingen und Donauwörth sowie den Eltern für die Begleitung der jungen Leute in ihr Berufsleben.
Gut 100 Gäste und eine Reihe namhafter Ehrengäste konnte Obermeister Hans-Günther Lifka zur Freisprechung begrüßen, zu der die KHS Nordschwaben geladen hatten. Sie feierten gemeinsam mit den 22 neuen Bäckergesellen und drei Gesellinnen, den 25 Fleischergesellen, den 32 Fachverkäuferinnen sowie einem Fachverkäufer, die Übergabe der Gesellenbriefe und Fachzeugnisse. Damit hätten die jungen Leute die erste Sprosse ihrer beruflichen Karriere erfolgreich gemeistert, wie Lauingens Schulleiter Werner Wittmann in seinem Grußwort betonte.
Er wünschte, dass sie ihr weiteres Leben sinnvoll gestalten, denn im Vergleich zu einer möglichen Lebenszeit von 85 Jahren erscheinen die drei jetzt gemeisterten Ausbildungsjahre als kurzer Zeitabschnitt, an den sie sich später hoffentlich gerne erinnern. Dies gilt insbesondere für die Besten dieses Jahrgangs, die Bäcker Jasim Mayr, Bäckerei Mayr in Asbach-Bäumenheim, und Markus Hintermayr, Bäckerei Wagner in Zusamaltheim, sowie die Fachverkäuferin im Bäckerhandwerk Martina Betker, Bäckerei Gottfried in Mohnheim.
Festredner Staatssekretär Georg Schmidt betonte, dass das Handwerk eine ganz besondere Bedeutung für den Wohlstand des Landes habe. Gleichzeitig hob er die Bedeutung des Dualen Bildungssystems und des Handwerks als starke Säule für die Stabilität der nordschwäbischen Wirtschaft hervor. Die Absolventen dürften deshalb stolz auf das sein, was sie geleistet hätten, auch wenn das noch nicht für den Rest des Lebens ausreicht: „Entdecken Sie Neues in allen Lebensbereichen.“ Kein Handwerk sehe heute noch so aus, wie vor 50 Jahren, und keines werde in 50 Jahren so aussehen, wie heute. Schmidt bedankte sich bei den Betrieben für die Bereitstellung von Lehrstellen. Er bat die Meister, die jungen Leute nicht hängen zu lassen, sondern weiter auszubilden.
Alfred Stöckl, stellv. Landrat, forderte die Absolventen auf, sich den kommenden Herausforderungen des Marktes zu stellen. Auch wer später selbst eine Firma gründen möchte, sollte wissen, dass das Handwerk immer eine stabile Basis sei. Ein gut geführter Betrieb bleibe auch in Zukunft eine gute Adresse. Helmut Pisko, Obermeister des Fleischerhandwerks, verwies in seinem Schlusswort auf die Kenntnisse der Jugendlichen, die garantieren, dass es in den Reihen der Nahrungsmittelhandwerke keine Lebensmittelskandale geben werde.
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