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Auf öffentliche Aktionen gesetzt

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Die Kollegen der Bäckerinnung Böblingen trafen sich im GastroCafé des Kollegen Raisch. Foto: Götz

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Baden & Württemberg

Bäckerinnung Böblingen lud zur Jahresversammlung und informierte über geplante Aktionen

Calw (pgö). Obermeister Eberhard Binder begrüßte die Teilnehmer der Versammlung der Bäckerinnung Böblingen in den Räumen des GastroCafés Raisch (wir berichten separat). Besonders herzlich hieß er die Leonberger Kollegen willkommen, die mit drei Betrieben vertreten waren. Sie sind der Einladung gefolgt und gekommen, um die Böblinger Kollegen besser kennen zu lernen „und um sich zu überlegen, ob Sie sich uns anschließen möchten“, hoffte der Obermeister. Die Kreisreform trifft die Leonberger Kollegen sehr hart, da die gewachsene Struktur zerschlagen und die Betriebe der Altinnung Leonberg auf drei Innungen aufgesplittert werden.

Der Mitgliederstand der Böblinger Innung lag stabil bei 25, durch den Neuzugang des Kollegen Bauer aus Steinenbronn gehören der Innung im Jahr 2007 aktuell 26 Mitgliedsbetriebe an. In seinem Jahresbericht erinnerte Eberhard Binder an die Brotprüfung, die im Fleischermuseum Böblingen durchgeführt wurde. Dort gastierte die Brezelausstellung „Gelungen geschlungen“ mit Leihgaben des Brotmuseums Ulm. Die gut besuchte Ausstellung war eine erfreuliche Werbung für das Bäckerhandwerk. In diesem Ambiente konnte die Brotprüfung sehr gut in Szene gesetzt werden, allerdings liege der Platz, an dem sich das Fleischermuseum befindet, außerhalb der Publikumsfrequenz. Einen Trost stellte das Presseecho und die Beteiligung an dieser Brotprüfung dar. Als besser frequentierten Ort für die nächste Brotprüfung wurde das Bürgeramt in Herrenberg oder das Breuningerland vorgeschlagen. Der letzte Brotmarkt musste kurzfristig mangels Interesse der Kollegen abgesagt werden. Das sei besonders bedauerlich, so Obermeister Binder, denn das Konzept des Marktes ist außergewöhnlich. Um die Vielfalt des Angebotes und besondere Attraktivität des Marktes besser zu transportieren, wurde er umbenannt in „Bäckermarkt“. In diesem Jahr wird ein neuer Anlauf mit dem „Bäckermarkt“ gemacht, vielleicht in Verbindung mit dem Böblinger Wochenmarkt am 20. 6. 2007. „Selbst wenn nur fünf oder sechs Bäcker teilnehmen, bekommen wir in diesem Ambiente etwas hin“ versprach der Obermeister, „.sollten sich aber 10 und mehr Kollegen melden, stellen wir etwas eigenes auf die Beine!“

Die wirtschaftliche Stimmung im Lande sei besser geworden. Doch es erfordert „viel Einsatz, persönlichen Einsatz, finanziellen Einsatz und den Einsatz von Mut und Engagement des Unternehmers“, um einen Betrieb erfolgreich zu führen, schloss Eberhard Binder seine Ausführungen.

Den Rechnungsabschluss 2006 erläuterte Geschäftsführer Frank Sautter. Die Versammlung nahm die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführer vor und stimmte dem Haushaltsplan 2007 zu. Zum immer wichtigeren Thema Energiebeschaffung und Energiesparen informierte Franz E. Kunkel vom Landesinnungsverband Württemberg. Er erklärte, wie über Ermäßigung und Erstattung von Strom- und Mineralölsteuer jährlich bares Geld zurück gefordert werden kann beziehungsweise erst gar nicht bezahlen werden muss. „Holen Sie sich Ihr Geld zurück“, riet Franz Kunkel, Erstattungen für das Jahr 2006 können bis 31. Dezember 2007 beantragt werden. Anhand von konkreten Beispielen zeigte er die Ersparnis- und Erstattungsmöglichkeiten auf, von denen fast jeder Betrieb profitieren kann. Beratung und Hilfe ist beim Landesinnungsverband Stuttgart erhältlich. Als Honorar für die Hilfe fallen zehn Prozent der erzielten Erstattung an. Der Obermeister riet, dieses Angebot wahrzunehmen, denn „kaum einer weiß davon, aber hier kann man bares Geld holen beziehungsweise sparen!“

Hansjörg Klein vom Plenum Heckengäu informierte über seine aktuelle Arbeit. Die Bäckerfachschule in Stuttgart unternahm hierfür einige Backversuche mit Zutaten aus der Region. Dabei wurde ein spezielles Heimat-Brot auf Dinkelbasis entwickelt. Die Idee ist, die Region in einem Warenkorb zu vermarkten. Die Information zur Dachmarke „Heimat“ diente der Partnerfindung unter den Vermarktern, wie den Landwirten, Müllern und Bäckern. Sind diese in möglichst vielen Lebensmittelvermarktungsbranchen und –ebenen gefunden, soll die Öffentlichkeit im Herbst mit einer Auftaktveranstaltung an das Thema heran geführt werden.

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