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Auf Knopfdruck 15 Minuten frei parken

Mit der „Brötchentaste“ ist das Kurzparken für Autos kostenfrei – zumindest für die Zeit von 15 Minuten. (Quelle: Heck)+
Mit der „Brötchentaste“ ist das Kurzparken für Autos kostenfrei – zumindest für die Zeit von 15 Minuten. (Quelle: Heck)

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Kostenloses Kurzparken statt Kleingeldsuche: Die „Brötchentaste“ am Automaten soll Kundenfrequenz beleben

Von Rainer Heck

Nordrhein-Westfalen

Köln Wer kennt die Situation nicht: Man möchte nur kurz einen Kaffee trinken oder Brot einkaufen – etwas tun, was nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Nach mühevoller Suche hat man endlich einen Parkplatz ergattert, aber nicht das passende Kleingeld für die Parkuhr.

Der potenzielle Kunde steht nun vor dem Dilemma: Soll er es auf ein Ticket der zuständigen Ordnungshüter ankommen lassen oder weiterfahren und am Ende der Stadt parken?

15 Minuten

gratis parken

Einen Ausweg aus der Klemme bildet die sogenannte „Brötchentaste“ am Parkscheinautomaten. Nachdem mittelgroße Städte bereits positive Erfahrungen gesammelt haben, hat nun auch die Stadt die Einführung der blauen Taste beschlossen: 15 Gratisminuten Parkzeit. Jetzt sollen die Automaten umgerüstet werden.

Allerdings bezieht sich der Ratsbeschluss lediglich auf Stadtteile, deren ursprüngliche, eher kleinstädtische Struktur erhalten geblieben ist. In der City wird unterdessen fast überall der Parkraum gewinnbringend bewirtschaftet.

Wie groß die Akzeptanz der blauen Taste bei den Kunden tatsächlich sein wird, ist ungewiss. Deren Verhalten, so die Erfahrung der Geschäftsführerin der Bäckerinnung Köln, Alexandra Dienst, sei „von einer soliden Basis-Lässigkeit“ geprägt.

Den Automaten

ganz lässig ignorieren

Kurz gesagt: Wer nur mal schnell einen Brief einwerfen oder ein Brötchen kaufen will, richtet den Blick erst einmal auf die jeweiligen Entfernungen. Ist der Ladeneingang näher als der Parkscheinautomat, wird kaum jemand diesen Umweg machen.

Zumal nach übereinstimmenden Aussagen von Handwerkern und Kunden bereits angesichts weniger Regentropfen die Wahrscheinlichkeit für ein Ausrücken der Kontrolleure deutlich gegen Null tendiere.

Eine weitere Regel erscheint ebenfalls weniger konsumfreundlich: Wem es beispielsweise im Bäcker-Café so gut gefällt, dass er gern noch einen weiteren Kaffee oder Gebäck verzehren möchte, der darf dann nach Ablauf der 15 Minuten nicht einfach Kleingeld einwerfen und das Auto am Platz stehen lassen. Die einzige Alternative: Das Fahrzeug auf einen anderen Platz fahren und ein Parkticket erwerben.

Für Ladeninhaber ändert sich im Parkraum vor der Ladentür nichts. Diese dürfen zum Be- und Entladen sowie zum Beliefern von Kunden weiterhin unentgeltlich den dazu notwendigen Stopp einlegen.

Die Rahmenbedingungen

müssen stimmen

Uneingeschränkt gilt das Prinzip der kostenlosen Viertelstunde allerdings nicht. Die Kriterien liegen bei einer ausreichenden Zahl von Geschäften, die in der Nähe des bewirtschafteten Parkraumes ansässig sind, und Anwohner sollen nicht beeinträchtigt werden. Die genaue Definition, wie sich diese Unannehmlichkeiten äußern, war nicht herauszufinden.

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