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Baden & Württemberg
Werbewarte der badischen Innungen diskutieren neue Werbeideen / „Hitparade der Regionen“, die diesjährige Kooperation mit dem SWR 1
Offenburg (kff). Nahezu vollständig vertreten waren die 22 badischen Bäckerinnungen bei der ersten gemeinsamen Tagung der Werbewarte des Bäckerinnungsverbandes Baden in Offenburg. Bisher hatten die Süd- und Nordbadener jeweils getrennte Treffen abgehalten, die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit für das Bäckerhandwerk ließ es jedoch geboten erscheinen, erstmals die Werbeverantwortlichen in den Innungen aus beiden Verbandsteilen zusammenzufassen.
OM Horst Gerber (Bäckerinnung Emmendingen), Werbewart für Südbaden und sein Kollege, OM Norbert Magin (Bäckerinnung Mannheim) gaben, gemeinsam mit Verbandsgeschäftsführerin Ute Sagebiel-Hannich, einen Überblick über die Themen, die bei der kürzlich in Duisburg stattgefundenen Tagung für die Landesbeauftragten für Öffentlichkeitsarbeit mit der Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks diskutiert worden waren.
Sie berichteten über die positiven Erfahrungen, die verschiedene Innungen mit der Veranstaltung „Journalistenbacken“ gemacht hätten. Der PR-Effekt habe sich in verschiedenen Medienveröffentlichungen positiv niedergeschlagen. Ausführlich wurden Werbeaktionen des Zentralverbandes wie die „Meisterkampagne“ und die langfristig angelegte Imagewerbung mit dem Claim „besser, wir backen das Brot“ diskutiert. OM Gerber wies auf die verschiedenen, beim Verband jederzeit abrufbaren Werbemittel hin, die diese gut aufgenommenen Kampagnen begleiten.
Auch die von der CMA mit unterstützten Kinospots des Bäckerhandwerks hätte eine gute Resonanz gefunden, berichtete Geschäftsführerin Ute Sagebiel-Hannich, die zu dem darauf hinwies, das lokale TV- und Hörfunkstationen oft dankbare Abnehmer für PR-Material des Bäckerhandwerks seien, die, wenn sie lokalen Bezug aufwiesen, die Sender oftmals als redaktionelle Beiträge ausstrahlten. Die Geschäftsführerin bat darum, in den Bäckerfachgeschäften stärker die Nachwuchs-Aktion „Schnupper doch mal“ zu bewerben. Auch dafür stünden beim Verband geeignete Werbemittel wie Plakate und Handzettel zur Verfügung. Sie könnten auch an Schulen ausgegeben werden.
Dass die Imagewerbung des Bäckerhandwerks in den eigenen Geschäften und Bäckereifilialen nicht genügend herausgestellt wird, führte ein Werbewart auf den Umstand zurück, das viele Werbemittel des Zentralverbandes kaum Möglichkeiten zum Eindruck des individuellen Geschäftsnamens böten. Letztlich mache Werbung im Laden nur dann Sinn, wenn auch das eigene Geschäft sich dabei werblich darstellen könne. Anonyme Imagewerbung für das Bäckerhandwerk würden viele Kollegen in ihren Läden nicht präsentieren wollen. Deshalb solle man eher die TV- und Hörfunkwerbung verstärken, als zu viel Geld in die Printwerbung zur Imagebildung der Bäcker zu stecken, so seine Meinung.
Als einen positiven Anfang bezeichnete OM Gerber den von der CMA entwickelten „Tag des Deutschen Butterbrots“, der Ende September 2004 erstmals mit guter Teilnahme der Bäckereien veranstaltet wurde. „Diese Aktion ist entwicklungsfähig und könnte zu einem Brotfest in Deutschland mit zentraler Imagewerbung für das Bäckerhandwerk ausgebaut werden“, so Ute Sagebiel-Hannich.
Ute Sagebiel-Hannich kündigte an, dass für lose Ware die Allergenkennzeichnung voraussichtlich noch in diesem Jahr verpflichtend eingeführt wird. OM Norbert Magin warnte allerdings die Bäckermeister, in dieser Sache vorschnelle Schritte zu unternehmen und damit eine Verunsicherung bei den Kunden hervorzurufen.
Kritisch diskutierten die badischen Werbewarte eine Idee der Bad Kreuznacher Bäckerinnung. Sie verbreitet Verkaufstüten für Bäckereien mit dem Aufdruck „Kaufen Sie Ihre Brötchen ruhig da, wo Ihre Kinder einen Ausbildungsplatz finden“. Diese Aktion plant der ZV zum Schuljahresbeginn im Herbst bundesweit durchzuführen. Die Botschaft soll zusätzlich mit entsprechenden Plakate, Thekenaufsteller und Tüten verstärkt werden. In der Diskussion in Offenburg wurde die Kampagne als kurzzeitige Aktion von hoher Werbewirkung zwar gutgeheißen, Einwände aber wurden dagegen erhoben, dass mit dieser Aussage eine Kundenbelehrung stattfände, die bei Verbrauchern auch auf Ablehnung treffen könnte.
Vertreter des SWR-Fernsehens und -Hörfunks stellten anschließend Sendekooperationen mit dem Bäckerhandwerk vor, die seit einiger Zeit mit allerdings teilweise nur geringer Resonanz seitens der Kunden in den Bäckereifachgeschäften laufen. Georg Felsberg, SWR-Redakteur, der die im Dritten Programm ausgestrahlte Sendung „Sonntagskuchen“ produziert, kündigte an, dass zu dieser Sendung ab Mai ein Buch publiziert wird, das auf Wunsch bestellt und über die Bäckereien vertrieben werden kann. Die Werbewarte berichteten einhellig von einem lediglich mäßigen Kundenecho auf die bisherigen Sendungen.
Nun will man bis Herbst warten, um dann zu entscheiden, ob die Kooperation mit dem dritten TV-Programm des SWR fortgesetzt wird.
Manuel Dörflinger, Marketing-Verantwortlicher beim SWR 1 stellte die diesjährige Sendereihe „Hitparade der Regionen“ vor. Dörflinger schlug vor, in den Sendungen dieses Jahres (Start im September) die gewählten Songs mit Backrezepten spielerisch und thematisch zu verbinden.
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Foto: Kricheldorff" />