Sachsen
Zwei junge Frauen machen das Rennen
Julia Kunze und Jenny Seidel gewinnen den Landesleistungswettbewerb in Sachsen

Landesobermeister Michael Wippler beglückwünschte alle Sieger und Platzierten beim Leistungswettbewerb der Bäckerjugend Sachsens 2006. Fotos: Salden
Als Landessieger wurden bei den Bäckern Julia Kunze (Ausbildungsbetrieb: Feinbäckerei Gerd Degenkolbe Glashütte) und Jenny Seidel bei den Verkäuferinnen (Ausbildungsbetrieb: Schäfers Backstube Chemnitz) ausgezeichnet. Die beiden jungen Frauen wollen die weiß-grünen Landesfarben Sachsens am ersten November-Wochenende beim Bundesleistungswettbewerb des Berufsnachwuchses an der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim würdig vertreten und sich deshalb intensiv auf diese „Deutsche Meisterschaft“ vorbereiten. Auf die Plätze kamen bei den Bäckern Diemo Reinhardt (Hennig’s Bäckerei GmbH Pegau) und Franziska Franke (Bäckerei Olaf Müller Lugau) sowie bei den Fachverkäuferinnen Maika Lauter (Bäckerei, Konditorei und Café Dirk Hartmann Herzogswalde) und Nadine Grune (Hennig’s Bäckerei GmbH Pegau). Diese Erstplatzierten erhielten Förder- bzw. Sachpreise der Bäko, der IKK und des Landesinnungsverbandes „Saxonia“.
Etwas kritischer betrachteten jedoch die Juroren die in diesem Jahr in beiden Berufen gezeigten Leistungen. Insgesamt sei das Leistungsniveau 2006 etwas schwächer gewesen als im Vorjahr, meinten die Mitglieder der Bewertungskommissionen sowohl bei den Fachverkäuferinnen als auch bei den Bäckern. „Wir mussten insbesondere die vorhandenen Kenntnisse über die einzelnen Waren bemängeln wie auch die Fähigkeiten der jungen Verkäuferinnen, dem Kunden die Produkte vorzustellen“, fasste Eva-Maria Hutsch, Lehrerin am Beruflichen Schulzentrum „Ernährung“ in Dresden, ihre Eindrücke zusammen.
Bei den Bäckern haben sich nach Meinung von Jurymitglied Bäckermeister Thomas Mehnert jene Tendenzen weiter verstärkt, die sich in Ansätzen bereits bei der vorangegangenen Auflage des Landeswettbewerbs abgezeichnet hatten: „Die handwerkliche Verarbeitung der Produkte lässt vor allem bei Brot und Brötchen zunehmend zu wünschen übrig“, kritisierte er.
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