Baden & Württemberg
Zum Backen im Museum
Schüler vom Besuch bei Walter Leimenstoll begeistert

Viele Stunden verbringt Bäckermeister Walter Leimenstoll in seinem Museum und freut sich über das Interesse für seine Sammlerleidenschaft. Foto: Grosholz
Vörstetten (ag). Es versteht sich, dass das Bäckereimuseum von Walter Leimenstoll besonders in der winterlichen Zeit der Festtage gern von Kindern besucht wird. Es sind häufig Schulklassen, die einen Ausflug in das Museum in Vörstetten unternehmen, dort viel sehen und erleben. Später nehmen sie gute Eindrücke über das Bäckerhandwerk mit nach Hause. Eine Schulklasse, die am „Projekt Zeitung in der Schule“ einer Lokalzeitung mitwirkt, brachte die Erlebnisse im Bäckereimuseum sogar auf Papier. Dort konnte man lesen: „Herr Leimenstoll hatte eine alte Bootmannspfeife. Wenn er pfiff, sollten wir alle zuhören. Den Teig zum Backen hatte er schon vorbereitet. Er nahm den Teig und legte ihn auf ein Blech. Dann kam das Blech mit dem Teig in eine Maschine. Der Bäckermeister zog an einem Hebel und schon Sekunden später waren aus dem Teig 30 handliche Halbkugeln geworden. Mit ihnen sollten wir, das war unsere Aufgabe, nun Spitzwecken backen. Später dann noch Brezeln und Weckmänner. Die Zeit verging wie im Flug und natürlich durften wir auch Kostproben unsere Backkünste essen.“ Walter Leimenstoll hat mit Geduld viele Sammelstücke für sein Museum zusammengetragen und fein herausgeputzt. Zu betrachten sind alte Nudelmaschinen, Springerleformen, Kirschenentkerner und vieles mehr. So ist ein Besuch im Bäckereimuseum immer ein Ausflug in der Geschichte des Bäckerhandwerks. So kommen auch Erwachsene gern das ganze Jahr nach Vörstetten und nur des Bäckereimuseums wegen. Bewundert wird, dass der Museumsleiter, ungeachtet seiner 82 Jahre, immer noch aktiven Anteil an der Branche nimmt. Walter Leimenstoll war immer Bäcker aus Berufung und Leidenschaft. Sicher gehört er zu denen, die einmal sagen können: Ich habe meinen Beruf geliebt. Einen großen Teil davon hat er in das Museum gegeben, in das heute Kollegen oft von weit her „pilgern“.
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