Hamburg
Zu Gast bei Darboven
Frühjahrsversammlung der Bäckerinnung Hamburg

Übergabe des Präsentbrotkorbes durch Obermeister Jan-Henning Körner an die Gastgeber Albert und Arthur E. Darboven im Beisein von Zentralverbandspräsident Peter Becker (von links). Fotos: Fischer
Sodann wurden alle nochmals herzlich Willkommen geheißen durch die beiden Firmenchefs, Vater Albert Darboven und seinen Sohn Arthur E. Darboven. Bei der anschließenden Unternehmenspräsentation – einer Reise durch 150 Jahre Firmengeschichte – wurde die Entwicklung skizziert vom 1866 gegründeten hanseatischen Kaffeehandelshaus bis hin zu einem der innovativsten Heißgetränkespezialisten Deutschlands. Heute hat die Firma rund 30.000 Kunden im Außer-Haus-Bereich – Bäckereien, Konditoreien, Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. „Was nur wenige wissen: Kaffee ist weltweit das zweitstärkste Handelsprodukt nach Erdöl“, so Albert Darboven.
Obermeister Körner bedankte sich bei Albert und Arthur E. Darboven für die Gastfreundschaft und überreichte im Namen der Innung einen dekorativen Brotkorb. In seinem anschließenden Bericht gab er der Sorge über die weiter abnehmenden Betriebszahlen Ausdruck: „Wir haben nur noch 47 Mitgliedsbetriebe, was bedeutet, dass wir in den zurückliegenden vier Jahren fast ein Drittel unserer Betriebe verloren haben.“ Etwas erfreulicher sei die Zahl der Auszubildenden: Zur Zeit würden in Hamburg 75 Bäckerlehrlinge und 155 Verkaufslehrlinge ausgebildet – Tendenz steigend. Auch sei die Mitarbeiterzahl pro Betrieb wieder leicht ansteigend in letzter Zeit. Eine Belastung stellten hingegen die hohen Energiekosten dar.
Mit Blick auf die kommende Fußball-WM warnte der Obermeister vor den Markenrechten der FIFA, die streng auf deren Einhaltung achte. „Das kann unter Umständen sehr teuer werden“, so Körner, „bevor man blauäugig daran geht, Weltmeisterbrötchen anzubieten, sollte man die Internetseite des Zentralverbandes www.baeckerhandwerk.de anklicken und sich über die rechtlichen Grundlagen und sowie verschiedene Ansätze für individuelle Marketingstrategien informieren. Dort gibt es auch Vorschläge für konkrete Aktionen und kostenloses Werbematerial zum Herunterladen rund um die Fußball-WM.“
Lehrlingswart Heinrich Wulf-Raczka informierte über die zum ersten Mal nach der neuen Prüfungsordnung durchgeführten Zwischenprüfungen mit einer stärkeren Verzahnung von Theorie und Praxis, was den Prüfungsablauf wesentlich zeitintensiver mache. Weiter gab er bekannt, dass es die traditionelle Nachwuchs-Werbeveranstaltung „Straße des Handwerks“ künftig nicht mehr geben werde, da der Rathausmarkt von der Stadt nicht mehr kostenlos zur Verfügung gestellt werde.
Weitere Nachrichten aus Regional vom 20.04.2006:
Die Landesinnung ist im Gespräch
Hygiene-VO und Öffentlichkeitsarbeit
Gelungener Bäckerball
Positive Bilanz drei Jahre nach der Fusion
Alfred Schweizer ist jetzt Obermeister
Die Fusion ist kein Thema
Qualität als Markenzeichen nutzen
Der Abwärtstrend ist gestoppt worden
Erfolgreiche Berufsmesse
Frauen in Männerteams

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"