Rheinland-Pfalz

Zahlreiche VIPs als Brotprüfer im Einsatz

Bäckerinnung Pfalz-Rheinhessen: Großer Erfolg mit dem ersten Brotmarkt in der Pfalz


Landau in der Pfalz (dtp). Große Tafeln mit Hinweisen auf den ersten Brotmarkt der Pfalz an den Zufahrten zur Stadt Landau haben ihren Teil zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen. Auf der Suche nach öffentlichkeitswirksamen Aktionen war das Team Öffentlichkeitsarbeit der Innung Pfalz-Rheinhessen zum Entschluss gekommen, im Rahmen des Maimarkts in Landau diesen ersten Brotmarkt zu veranstalten. Über den war im Vorfeld auf der Website der Stadt Landau zu lesen. Außerdem wurde in der Vorwoche in der örtlichen und regionalen Tagespresse mehrfach auf den Brotmarkt hin gewiesen hatten.

Konzentriert an einem Tag waren acht Bäcker in der Süwega-Halle mitten im Festgelände mit ihren Produkten präsent. Am Eingang zur Halle lockte ein mobiler Holzbackofen, der den ganzen Tag über in Betrieb gehalten wurde und als Blickfang wirkte. Die Wahl der Halle machte von äußeren Einflüssen unabhängig, zugleich ist der Standort in der Region gut bekannt.

Ein aus Bäckern und anderen Sängern gemischter Chor unter Leitung von Alfons Ziegler trug zur Eröffnung des Brotmarktes neben Bäcker- und Pfalz-Spruch vier Lieder vor.

Obermeister Willi Renner verwies auf die alte Tradition, wonach wichtige Ereignisse der Bäcker mit Chorvorträgen begonnen werden und er dankte zahlreichen Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik für das durch ihre Anwesenheit bekundete Interesse am Bäckerhandwerk. OM Renner stellte Claus Becker als den neuen Bezirksobermeister für Landau vor und machte deutlich, dass die Bäcker bereit sind zum Beispiel mit diesem Brotmarkt neue Wege zu gehen. „Es ist schon eine tolle Sache, wenn Verbraucher die Gelegenheit haben, die Hersteller von Backwaren persönlich kennen zu lernen und damit in der Lage sind, einen Teil an Lebensqualität über handwerklich erzeugte Produkte real zu fassen“, meinte Willi Renner.

Grußworte kamen von Bürgermeister Hans-Dieter Schlimmer für die Stadt Landau und der neuen Wein-Prinzessin Elsa I. Der Bürgermeister sagte nach dem Hinweis, dass Brot ein Grundnahrungsmittel ist, „Worscht, Weck und Wein sind in der Pfalz fest etabliert.“ Er würdigte die Qualität der Erzeugnisse der Handwerksbäcker. Elsa I. sagte, „Wein ohne Brot ist sinn- und zwecklos.“

Insgesamt, so wurde festgestellt, war dieser Auftritt mit dem ersten Brotmarkt ein großer Erfolg. Es gab kaum bis gar keine Retouren, das Interesse der sehr vielen Besucher sei enorm gewesen und andererseits habe auch der Mai-Markt durch den Brotmarkt eine positive Ergänzung erhalten, sagte Marktleiter Josef Thomas.

Ein besonderer und zusätzlich öffentlichkeitsträchtiger Effekt wurde dadurch erreicht, dass einige der anwesenden VIPs als Brotprüfer agierten. Natürlich nicht nach DLG-Schema, aber nach eigenem Geschmack und unter Anleitung der Bäckermeister Willi Renner und Helmut Seither. An Produkten offerierten die teilnehmenden Bäcker neben Roggen- und Weizenmischbroten sowie Fein- und Weißbackwaren sowie sonstige hauseigenen Spezialitäten. Etwa ein Urkorn-Brot als ein Roggenmischbrot 70/30 in rustikaler Aufmachung. Verschiedene Arten an Schrotbroten und auch ein Schnitzer-Sortiment.

Ein Weinbrot 80/20 enthielt an Stelle des Wassers Wein und eine Bienwald-Kruste 60/40 war mit gemahlenem Kümmel und gemahlener Paprika als spezielle Zutaten versehen. Wer Mäuse liebte, konnte die hier gar nicht so kleinen Nager als gebackenes und garantiert von Hand gefertigtes Laugen-Produkt erstehen. Auch ein Sou-Weck, früher als Pfennig-Brötchen bezeichnet und jetzt mit neuem Namen in der Art eines Doppel-Weck, war bei einem der Bäcker zu finden.

Teilgenommen an dem ersten Brotmarkt der Pfalz zu Landau hatten die Bäckereien Bachtler, Becker, Dollinger, Julier, Kerner, Paul, Seither und Wind. Sie waren sich einig darüber, dass diese Veranstaltung wiederholt werden solle, zumal sich immerhin 2500 Besucher für ihre Produkte interessierten.


Artikel vom 24.05.2007
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