Bayern

Wirtschaftliche Lage nicht verschlechtert

Dachauer Innung ernennt Georg Kornprobst zum Ehrenobermeister


Dachau (ke). Die Bäckerinnung Dachau Stadt und Land hat einen neuen Vorstand. Nachdem sich Georg Kornprobst aus Hilgertshausen nach 21 Jahren als Obermeister nicht mehr zur Wahl stellte, ernannten ihn die Anwesenden zum Ehrenobermeister.

Zu seinem Nachfolger wurde Peter Denk, Dachau, gewählt, der als stellvertretender Obermeister in den vergangenen zehn Jahren gemeinsam mit Kornprobst die Bäcker in der Region betreute.

Die neue Vorstandschaft besteht außerdem aus dem stellvertretenden Obermeister Ludwig Kloiber sowie den Mitgliedern Hermann Gallenmüller, Johann Obeser, Hans Wörman und Willy Teufelhart. Dem Ausschuss Berufsbildung gehören Christian Hartmann und Franz Umkehrer an. Rechnungsprüfer sind Umkehrer und Franz Seidl. Zum Lehrlingswart wurde Obeser gewählt. Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit bleibt Wörmann.

Als Ehrengast konnten die Bäcker Kreishandwerksmeisterin Irmgard Hetzinger-Heinrici begrüßen. Sie bedankte sich beim scheidenden Obermeister für sein Engagement. Sie wisse es zu schätzen, dass die Bäcker einer eigenen Kreishandwerkerschaft die Treue halten.

Die Region profitiere vom großen Sozialbewusstsein des Handwerks. Hetzinger-Heinrici blickt optimistisch in die Zukunft.

So sei im vergangenen Jahr die Anzahl der handwerklichen Betriebe im Landkreis um sechs Prozent gestiegen, der Umsatz aber um zwei Prozent und die Zahl der Beschäftigten gar um vier Prozent gesunken. Verantwortlich dafür machte die Kreishandwerksmeisterin die politischen Rahmenbedingungen der letzten Regierung, die es den Handwerksbetrieben unmöglich machten, mehr Mitarbeiter zu beschäftigen. Von der neuen Interessensvertretung der Bäcker wünscht sie sich, dass sie das Handwerk weiterhin so öffentlichkeitswirksam vertritt, wie es bislang geschah. Gleichzeitig bat sie um die Unterstützung beim Aufbau des geplanten Internetauftritts der KHS.

Auch Georg Kornprobst zollte den Mitgliedern für „die aktive Bemühung, die Innung weiterzuführen“ großen Respekt. Zu den gemeinsamen Aktionen im vergangene Jahr gehörte die 1200 Jahrfeier der Stadt. Sie wurde von den Betrieben ebenso genutzt, wie der Mühlentag beim Müller Kraus, wo drei Bäcker vom Dachauer Land mit einem Brotstand vertreten waren. Zwei Bäckereien luden zum Tag der offene Backstube, zwei andere Kollegen beteiligten sich an der Aktion Bayern 3 Brezen. Die öffentliche Brotprüfung in der Volksbank brachte den 8 beteiligten Betrieben hervorragende Ergebnisse.

Und auch das Lebkuchenhexenhaus im Rathaus wurde wieder von sechs Kollegen aufgebaut. Die Aktivitäten der Bäcker stoßen bei der Bevölkerung auf großes Interesse. Das, sowie ein reges Verbandsleben sind Gründe, warum die Dachauer weiterhin auf Selbständigkeit setzen. Und es gab noch etwas Positives zu vermelden: „Die wirtschaftliche Lage hat sich im vergangenen Jahr nicht mehr verschlechtert“ – auch wenn sie nach wie vor alles andere als rosig sei.


Artikel vom 17.02.2006
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