Nordrhein-Westfalen
Weckmann mit Marketing
Gelungene Öffentlichkeitskampagne in Düsseldorf

OM Josef Hinkel mit der Weckmanns-Figur Prinz Josef I. Rechts: Thomas Puppe hält die Weckfrau „Prinzessin Venetia Barbara“ auf seinen Armen. Foto: Kußmann
Inmitten der Altstadt auf dem Carlsplatz im Schumacher-Pavillon begrüßte Regional-OM Josef Hinkel – vor ihm lagerten große und kleinere, schön verzierte Weckmänner und Weckfrauen – alle Anwesenden, die Tagespresse und das WDR-3-Fernsehen. Hinkel brachte seine Freude zum Ausdruck, dass 14 Handwerksbäcker viele große und kleinere Weckmänner angeliefert haben. In mehreren Ausführungen waren auch in Großformat das designierte Prinzenpaar Josef I, und Venetia Barbara in belustigender Ausführung dabei. Als Überraschung begrüßte Hinkel auch rund 10 frühere Prinzessinnen, einzeln „Venetia“ genannt. „Ihr habt die ehrenvolle Aufgabe – so Hinkel – den Weckmann-Prüfungsausschuss zu bilden.“
Thomas Puppe, für Öffentlichkeit zuständig, sprach über die Geschichte der Weckmann-Tradition. Eigentlich soll der heilige Nikolaus mit Bischofsstab (Pfeife umgekehrt als Stab) dargestellt werden. Aber besonders im Rheinland wurde der Weckmann zum St. Martin umgewandelt. Viel Butter und auch auf Wunsch Rosinen gehören in den Teig für Weckmann und Frau, der mit der Hand schön geformt wird. An die Prüfungs-Venetien richtete Thomas Puppe die Bitte, neben dem Geschmack auch die Anmut, Grazie, Formschönheit, Haute Couture und Geruch zu bewerten.
Mit einer glatten 1 wurde die Groß-Weckfrau (Venetia Barbara), hergestellt von Lehrlingswart Michael Hinkel benotet. Von allen Venetien erhielt der Sieger Michael ein Bützchen.
Die morgendliche Weckmannsprüfung wurde vom Bäcker-Fleischerchor mit dem Akkordeonspieler Heinz Walter Sevenich (Vors. des Fleischerchors) durch mehrere Gesangseinlagen – Martinslieder u.a. – aufgelockert. Die angelieferten Weckmänner wurden einzeln oder scheibchenweise gegen eine Spende für das Düsseldorfer Karnevals-Museum an die Bevölkerung abgegeben.
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