Hessen
Was wird von der Innung erwartet?
Die Bäcker-Kreis-Innung Offenbach hat zu einer Diskussionrunde eingeladen

Für Anregungen und Fragen offen waren (von links) OM Rudi Bär, OM Wolfgang Schäfer und Verbandsgeschäftsführer Stefan Körber. Foto: dt-press
Damit sollte heraus gefunden werden, wo der Schuh drückt, was die Innung tun oder verbessern kann und wo Schwerpunkte liegen.
Fast 15 Interessierte waren gekommen, darunter auch Nichtmitglieder sowie Verbandsgeschäftsführer Stefan Körber vom BIV Hessen und OM Rudi Bär von der Innung Hanau.
OM Wolfgang Schäfer eröffnete die Runde mit einer kurzen Darstellung, wie die Handwerksorganisation von Innung bis Zentralverband aussieht. Bei dieser Gelegenheit plädierte Schäfer dafür, sich dem Wandel zu stellen, zu hinterfragen und zu realisieren, dass heute die Prioritäten anders liegen als vor 20, 40 oder 50 Jahren.
Er stellte dar, dass eine Innung grundsätzlich zum Beispiel als örtliche politische Vertretung bei Bedarf agiert, fachliche und betriebsrelevante Infos weiter gibt oder sich auch den Verbraucheranfragen stellt. Dass die Mitarbeit in Erfa- und Arbeitskreisen den Teilnehmern enorme Vorteile verschaffen kann, und dass ausgeklügelte Rahmenverträge, wie etwa im Sektor Energie, helfen, Geld zu sparen.
Die Suche nach überregionalen Kontakten, die Höhe der Gebühr für Gesellenprüfung bei Nichtmitgliedern, die Überbetriebliche Lehrlings-Unterweisung (ÜLU) im Bäcker- und Konditorenhandwerk wurden thematisiert. Aus dem Thema Betriebsberatung entstand der Vorschlag, doch mal ein Treffen junger Leute mit dem Betriebsberater zu arrangieren. Jemand meinte, es gebe überhaupt von zu vielen Seiten zu viele Infoveranstaltungen, man könne nicht überall hingehen. Ein anderer Hinweis empfahl, darüber nachzudenken, den Verband mehr privatwirtschaftlich zu organisieren und eine Art Netzwerk über die Innungen zu breiten.
Auf die Frage, ob technische Beratung möglich sei, , sagte Verbandsgeschäftsführer Körber, dass man in Hessen momentan nur einen umfassenden Service in Sachen betriebswirtschaftliche Beratung biete.
OM Rudi Bär zeigte die Vorteile einer Mitgliedschaft in der Innung am Beispiel politischer Lobbyarbeit auf, die durchaus bis in den Bundestag hinein gehen kann. Zu dem Hinweis, regionale Probleme und Bedürfnisse auch regional zu lösen, kam der Hinweis, dass das nicht in allen Fällen möglich sei, aber in der Regel angestrebt werde. Weiter wurde Beratung und Vertretung im Arbeitsrecht als wichtig bezeichnet. Ebenso Schulung der Mitarbeiter vor Ort und gemeinsame Aktionen auf Innungsebene auf Grund spezieller Anlässe. Als ein weites Feld für mannigfaltige Aktivitäten wurde Werbung und Öffentlichkeitsarbeit benannt, mit dem Hinweis, dass der Umgang mit der wichtigen Tagespresse nicht immer einfach ist.
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