Regional

Vollzeitschulen bevorzugt


Baden & WürttembergStuttgart (p). Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) geht von einer nach wie vor hohen Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe aus. „Wir können und wollen mehr ausbilden, aber es fehlen die geeigneten Bewerber“, sagte BWHT-Bildungsexpertin Karin Häcker. Dies sei bitter, denn der Fachkräftemangel mache sich immer deutlicher bemerkbar.

Förderinstrumente wie ausbildungsbegleitende Hilfen oder das Modellprojekt des Berufseinstiegsbegleiters müssten ausgebaut werden. Die Klassen an den Berufsschulen müssten verkleinert werden, um eine individuelle Förderung zu ermöglichen. Sorge bereite dem Handwerk zudem, dass immer mehr junge Menschen den Weg in die berufliche Vollzeitschule wählen. Der hohe Stellenwert und die Chancen einer dualen Ausbildung seien zu wenig bekannt.

Vor dem Hintergrund von 3,5 Prozent weniger Schulabgängern rechnet der Handwerkstag für 2010 mit einem leichten Minus der Ausbildungsverträge. Aktuell bildet das baden-württembergische Handwerk 58.300 junge Menschen aus.


Artikel vom 16.06.2010
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