Niedersachsen

Viel Prominenz im Forsthaus Finkenborn

Innung Hameln-Pyrmont – ein Leuchtfeuer für alle Innungen im Verbandsgebiet


Hameln (pu). „Die Bäcker-Innung Hameln-Pyrmont ist mit ihren zahlreichen Aktivitäten und dem beispielhaften Einsatz ihres Vorstandes ein Leuchtfeuer für sämtliche 49 niedersächsisch-bremischen Innungen“. Dieses große Lob zollte Verbandsgeschäftsführer Fred Westphal vor vielen prominenten Gästen auf der traditionellen Pfingstversammlung im Forsthaus Finkenborn.

Im Forsthaus Finkenborn, hoch über der Weserstadt Hameln, konnte Obermeister Axel Schröer die beiden Bürgermeister der Rattenfängerstadt, Herbert Rode und Rolf Bremeyer, die Bundestagsabgeordneten sowie die führenden Repräsentanten aller Ratsparteien, der Sparkassen und Volksbanken, von Arbeitsamt und Berufsschule sowie die Ehrenobermeistern Klaus Schulze und Herbert Rode herzlich willkommen heißen.

Bürgermeister Bremeyer sagte: Das heimische Bäckerhandwerk besitze einen „maßgeblichen Anteil an der Berufsausbildung im Weserbergland“ und die Innung vervollkommne die Ausbildung durch zusätzliche Schulungen. Mit dem Gewinn des unter 360 bundesdeutschen Innungen ausgelobten Marketingpreises - Stollen-Oscar - habe die Innung den Namen Hamelns weit hinausgetragen. „Ärmel hoch, machen Sie weiter so“ rief der Bürgermeister zu neuen Taten auf.

Obermeister Schröer ergänzte die beispielhaften Aktivitäten der Innung Hameln-Pyrmont mit der Erwähnung des Verkaufs von Brot und Kuchen jeweils am Erntedanksonntag zu Gunsten der Jugendwerkstatt und den Siebenbürgern in der Mediasch. Ein „Aktionstag“ brachte das Spendengeld für die Schaffung eines neuen Heimes für drei Familien der Tsunami-Flutopfer. Begleiten werde die Innung im Herbst eine lebendige Museumsausstellung mit dem Titel „Vom Korn zum Brot“.

Der durchschnittliche Umsatzrückgang im Landkreis Hameln-Pyrmont von 5 Prozent war in der Stadt Hameln größer als in den ländlichen Gebieten. Den zunehmenden auswärtigen Backwarenanbietern setzt die Innung ihr neues Logo entgegen. So wird die heimische Bevölkerung sensibilisiert, ihren Einkauf in den Innungsbetrieben und bei der heimischen Wirtschaft zu tätigen, um die Nachwuchsausbildung stärken. Den künftigen Berufsschulunterricht wünschte sich Schröer nach dem „Marburger Modell“ in Form von „dreiwöchigem Blockunterricht“.

„Seit der letzten Pfingstversammlung wissen wir, dass Teiglinge für 3 Cent fast aus der ganzen Welt angeliefert werden. Ein Preiswettbewerb mit den Billiganbietern erscheint sinnlos. Deshalb sollten sich die handwerklichen Bäckereien stärker durch unverwechselbare Produkte beim Verbraucher zu unterscheiden.

Schröer fand kein Verständnis dafür, dass die Bäckereien ihre kostenlosen Abgaben von Backwaren an die Hamelner Tafel mit Bescheinigungen über ihre Rückverfolgbarkeit versehen sollen. Bei so großem bürokratischem Aufwand wandere die altbackene Ware lieber in den Schweinetrog. Oberstudiendirektorin Gisela Grimme dankte dem Bäckerhandwerk für die hohe Ausbildungsbereitschaft. Leider sei ein Drittel ihrer Schüler „nicht ausbildungsfähig“. Den Paragraphen 25 des Kreditwesengesetzes kritisierte Volksbankdirektor Wiedbrauck.

„Wer die Zukunft gewinnen will, braucht Tradition“, meinte CDU-Generalsekretär Ripke in seinem Vortrag mit dem Titel: „Konsequent und entschlossen -für die Zukunft Niedersachsens. In seinem Referat unterstrich der Redner, dass der Mittelstand 80 Prozent aller Arbeitsstellen bietet und somit ein Stabilitätsfaktor sei.


Artikel vom 16.06.2005
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