Baden & Württemberg
Verschmelzung angestrebt
Ziel: Genossenschaftsverband Baden-Württemberg
Karlsruhe/Stuttgart (p). Der Badische Genossenschaftsverband der Volks- und Reiffeisenbanken, Karlsruhe, und der Württembergische Genossenschaftsverband, Stuttgart, streben eine Verschmelzung an. Dies haben der Verbandsrat des Badischen Genossenschaftsverbandes und der Verwaltungsrat des Württembergischen Genossenschaftsverbandes gestern beschlossen. Ziel des Vorhabens ist es, in 2008 einen Genossenschaftsverband Baden-Württemberg aus der Taufe zu heben, auf den die bestehenden Verbände in Karlsruhe und Stuttgart verschmolzen werden.
Der Geist der Verschmelzung wird von Respekt gegenüber dem jeweiligen Partner über die bisher geleistete Arbeit getragen. Angestrebt wird ein juristischer Doppelsitz Karlsruhe/Stuttgart, die Betreuung der Mitglieder erfolgt weiterhin von den bisherigen Standorten in Karlsruhe und Stuttgart aus. Der zukünftige Vorstandsvorsitzende des Verbandes soll aus Baden kommen, der zukünftige Verbandsratsvorsitzende aus Württemberg.
„Wir sehen diesen Schritt als ein Signal der Mitgliedernähe zu unseren Genossenschaften und der Stärkung des Bundeslandes Baden-Württemberg. Wir schaffen damit neue Möglichkeiten, die Interessen unserer Mitglieder gegenüber der Politik, aber auch innerhalb des genossenschaftlichen Verbundes nachhaltiger zu vertreten.“ Dies betonen Gerhard Roßwog, Vorstandsvorsitzender des Badischen Genossenschaftsverbandes, und Erwin Kuhn, Präsident des Württembergischen Genossenschaftsverbandes.
Ein Genossenschaftsverband Baden-Württemberg wird 3,3 Millionen Menschen und mittelständische Unternehmen repräsentieren, die Mitglied einer Genossenschaft sind.
Die 251 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg betreuen Kundengelder von 223 Mrd. Euro, 423 landwirtschaftliche Genossenschaften haben im Jahr 2006 zusammen 3,4 Mrd. Euro umgesetzt, die 90 gewerblichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften kamen auf einen Umsatz von knapp 4 Mrd. Euro.
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