Berlin-Brandenburg
Verbundazubis im Visier
Finanzmittel sollen Ausbildungsbereitschaft fördern

Erstmals waren die Verbundazubis auf dem diesjährigen Brotfest mit eigenem Stand präsent. Ilka Komosowsky (l.) und Tatjana Hätscher aus dem 2. Lehrjahr boten selbst gefertigte Biedermeiersträußchen mit Brotkonfekt an.
Zusätzlich zu den Berliner Schulabgängern drängen auch viele Brandenburger auf den Markt. Hinzu kommen noch rund 5000 Altbewerber aus den vergangenen Jahren. Besonders schwer haben es Haupt- und Realschulbesucher, denn immer mehr Abiturienten ziehen eine Berufsausbildung dem Studium vor.
Jetzt machte der Senat mobil und fördert speziell Handwerksbetriebe. Firmen, die beispielsweise einen benachteiligten Jugendlichen mit Hauptschulabschluss eine berufliche Chance geben, können mit bis zu 14.000 Euro pro Ausbildungsverhältnis gefördert werden. Die Zuschüsse sind bei der Handwerkskammer zu beantragen. Auch die Verbundausbildung wird gezielt forciert und mit bis zu 7500 Euro vom Land mitfinanziert.
Auf gute Ergebnisse kann dabei die Berliner Bäckerzunft verweisen. Initiiert vom Schul- und Weiterbildungsverein des Bäckerhandwerks Berlin e.V. werden auf dieser Basis bereits seit 2005 Bäcker und Fachverkaufskräfte ausgebildet. Die Lehrzeit beträgt drei Jahre. 14 Monate davon erhalten die jungen Leute in der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks Karl Grüsser-Schule theoretische und praktische Kenntnisse vermittelt. Danach sind sie direkt in Bäckereien tätig. Derzeit absolvieren 27 Bäcker und 14 Fachverkaufskräfte eine entsprechende Ausbildung.
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