Hessen

Verbraucherschutz im Visier

Hessen legt den Lebensmittelbericht 2005 vor


Wiesbaden (age). Die Hauptverantwortung für sichere Lebensmittel trage die Lebensmittelwirtschaft. Das hat der hessische Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel anlässlich der Vorlage des Lebensmittelberichtes 2005 in Wiesbaden unterstrichen. Die Lebensmittelkontrolle habe die Pflicht, die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben qualifiziert und ergebnisorientiert zu überwachen.

Das in Hessen etablierte Qualitätsmanagementsystem in der amtlichen Lebensmittelüberwachung trage dazu bei, dass „wir dieser Aufgabe in bestmöglicher Weise gerecht werden“, sagte Dietzel. Dem Verbraucher komme allerdings ebenfalls eine entscheidende Rolle zu.

Denn der Status „König Kunde“ sichere ihm einen großen Einfluss auf die Qualität der Lebensmittel. Die Macht des Konsumenten komme aber auch bei der Beseitigung berechtigter Mängel über den Weg einer Verbraucherbeschwerde zum Tragen, betonte der Landwirtschaftsminister.

Bei der amtlichen Lebensmittelkontrolle gehe es darum, dass der Verbraucher an erster Stelle von gesundheitsschädlichen, daneben allerdings ebenso vor genussuntauglichen oder irreführenden Produkten geschützt werde, führte Dietzel aus. Die Art und Anzahl der durch die hessische Lebensmittelüberwachung aufgedeckten Mängel zeige, dass dieser Schutz in hohem Maße gewährleistet sei. So habe die ganz überwiegende Zahl der Erzeugnisse und der Betriebskontrollen keinen Anlass zur Beanstandung gegeben.

Wie aus dem aktuellen hessischen Lebensmittelbericht hervorgeht, wurden im Jahr 2005 insgesamt 62 854 Kontrollen in Lebensmittelunternehmen durchgeführt. Überprüft wurden dabei 33.954 der insgesamt 70.974 in Hessen erfassten Firmen dieser Branche.

Im Rahmen der Betriebskontrollen wurden dem Ministerium zufolge insgesamt 10.012 Verstöße erfasst, wovon 6261 Mängel in der Betriebshygiene betrafen. Zudem wurden 356 Milcherzeugerbetriebe durch Tierärzte kontrolliert. Zur Überprüfung von Produkten wurden durch den Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) 28.251 Proben untersucht, davon 25.248 Lebensmittel.

Beanstandet wurden 5332 Proben oder 18,9 Prozent. Lediglich 115 Proben oder 0,4 Prozent wurden als gesundheitsschädlich beurteilt. Anlass zur Beanstandung gaben überwiegend Kennzeichnungsmängel oder Abweichungen in der Zusammensetzung.


Artikel vom 14.09.2006
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