Regional
Umweltschutz zahlt sich aus
Internetplattform informiert Bäcker über nachhaltiges Wirtschaften

Die Bäckerei Baader in Frickingen betreibt beispielhaft ein innovatives Energiekonzept, das im letzten Jahr sogar ausgezeichnet wurde. Foto: Wolf Foto: Wolf
Der Wunsch, die Umwelt zu entlasten und einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften zu leisten, ist bei den meisten Bäckern und Konditoren vorhanden. Auch die Verbraucher interessieren sich zunehmend für die Herkunft und Herstellungsverfahren der Lebensmittel. Außerdem sind Strom-, Heizöl- oder Gas- und Kraftstoffverbrauch heute ernst zu nehmende Kostenfaktoren. Mit weiteren Preissteigerungen muss gerechnet werden. Auch die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung und die Abfallentsorgung stellen nennenswerte Kostenfaktoren dar.
Ebenso zum Umweltschutz gehört ein rechtssicherer Umgang mit gefährlichen Stoffen, wie Brezellauge und Reinigungsmitteln. Dafür sind klare organisatorische Zuständigkeiten und Mitarbeiterunterweisungen erforderlich.
Heutzutage ist es weniger die Frage, ob man Informationen zu den aufgezeigten Themen bekommt, sondern eher das Problem, die Flut von sich zum Teil widersprechenden Aussagen zu ordnen und übersichtlich zu machen.
Dies ist ein wesentliches Ziel der Plattform „Umweltschutz im Bäcker- und Konditorenhandwerk“. Sie basiert zum Teil auf dem Leitfaden „Die umweltbewusste Bäckerei“ des bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen und des Landesinnungsverbands für das bayerische Bäckerhandwerk.
Als Beispiel wird auf diese Plattform die Bäckerei Rager in Ansbach angeführt, für deren Inhaber es selbstverständlich war, seinen Betrieb unter Umweltgesichtspunkten unter die Lupe zu nehmen. Die steigenden Energiepreise motivierten zudem, kreative Lösungen für Einsparpotenziale zu suchen. Unter anderem hat die Bäckerei ihre Ofenauslastung optimiert, nicht benötigte Kühlschränke stillgelegt, auf Gärunterbrechung verzichtet und eine Bio-Produktschiene aufgebaut. Durch technische Energiesparmaßnahmen spart Bäckerei Rager jährlich etwa 2500 Euro.
Mehr dazu unter:
www.umweltschutz-bw.de
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