Sachsen
Überzeugende Produkte präsentiert
Brotprüfung der Leipziger Bäcker: Von 60 Proben 39 „sehr gut“oder „gut“ bewertet

Assistiert von Bäckermeister Reiner Lebe (r.) arbeitete Michael Isensee sich durch insgesamt 60 Brot- und Brötchenproben der BI Leipzig. Foto: Dreilich
Für Michael Isensee war die Brotprüfung der Bäckerinnung Leipzig beinahe ein Heimspiel, denn schließlich testete der Niedersachse nicht zum ersten Mal die Produkte der Innung Leipzig. In den Räumen der Kreishandwerkerschaft (KHW) Leipzig hatten 14 Mitgliedsbetriebe der Innung insgesamt 50 Brote und 10 Sorten Brötchen zur Prüfung vorgelegt.
Bernd Bensch, der stellvertretende Geschäftsführer der KHW, freute sich über die Zahl der vorgelegten Brote und Brötchen. Noch zufriedener war Bensch, als er den Vertretern der Leipziger Lokalpresse am Telefon die Ergebnisse der Prüfung verkünden konnte. „60 Proben wurden eingereicht, in 39 Fällen wurde ein gutes oder sehr gutes Ergebnis erreicht“, sagte Bensch.
Bei den zu prüfenden Brotsorten entschied sich Michael Isensee nach eingehender Prüfung 15-mal für Gold und 15-mal für Silber, die restlichen Auszeichnungen gab es für die Brötchen.
Deutlich wurde bei der Brotprüfung, dass die Bäckerklassiker Mischbrot und Malfabrot zunehmend Konkurrenz durch neue Produkte bekommen. Der Trend zu Vollkornbroten und Produkten mit gesundheitlichem Mehrwert macht auch um die Region Leipzig keinen. „Gerade bei den Vollkornprodukten haben wir im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Zuwachs“, betonte Obermeister Jens Herzog. Zugleich wurde sichtbar, dass die Innungsbetriebe sich verstärkt mit Produkten profilieren, die ihnen im Wettbewerb mit industriellen Anbietern überlebenswichtige Alleinstellungsmerkmale sichern. Dem Brotprüfer wurden unter diesem Aspekt Produkte wie das Bio-Sonnenblumenbrot, ein Pur-Pur-Brot oder das Südtiroler Bauernbrot vorgelegt. Diese Ausrichtung auf das unverwechselbare Produkt trägt maßgeblich dazu bei, dass sich die Leipziger Bäcker gegen die Konkurrenz der Großen vergleichsweise gut behaupten können. „Etwa die Hälfte der in Leipzig verkauften Backwaren stammt aus den Backstuben der 55 Innungsbetriebe“, sagte OM Herzog vor den Pressevertretern.
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