Baden & Württemberg

Traditionsbewusst auf Zukunftskurs

Bäckerinnung Heidenheim feierte ihr 100-jähriges Bestehen mit rund 200 Gästen


Heidenheim (wo). „Es freut mich, einer Innung vorzustehen, in der Kollegialität immer eine große Rolle gespielt hat“, betonte Jürgen Hack, Obermeister der Bäckerinnung Heidenheim anlässlich des 100-jährigen Bestehens der regionalen Interessenvertretung. Dieser schon traditionelle Zusammenhalt innerhalb der Innung ist auf dem großen Jubiläumsfest im Konzerthaus Heidenheim durch die Anwesenheit zahlreicher Kollegen eindrucksvoll demonstriert worden. Zudem bestätigten Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg und Landrat Hermann Mader, dass das örtliche Bäckerhandwerk nach wie vor eine hohe Wertschätzung bei den Kunden genieße. „Qualität und Individualität ist das, was einen guten Bäcker ausmacht“, fasst Ilg die Erfolgsfaktoren des Bäckerhandwerks zusammen. Doch gemeinsam lasse sich diesbezüglich mehr erreichen als allein, deshalb sei der berufsständische Zusammenschluss vor genau 100 Jahren als buchstäblich zukunftssichernde Maßnahme zu begreifen.

Johannes Schultheiß, Landesinnungsmeister für das Württembergische Bäckerhandwerk, dankte in seiner Ansprache allen, die sich im Dienste des Bäckerhandwerks im Laufe der Geschichte engagiert haben. „Nur eine lebendige Innung ist eine gute Innung“, gab er zu bedenken. Gerade die Bäckerinnung Heidenheim habe in der Vergangenheit durch mehrere vorbildliche Gemeinschaftsaktionen bewiesen, dass sie offensiv die Interessen ihrer Mitglieder vertritt. So sei sie bundesweit die erste Innung mit Werbeflächen auf Linienbussen gewesen.

Schon legendär ist der Auftritt auf der regionalen Verbrauchermesse Kontakta, wo sich das Bäckerhandwerk und seine besonderen Produkte regelmäßig effektiv in Szene setzt.

Und dass das Brot und dessen Produzenten etwas besonderes sind, verdeutlichte Festredner Dr. Andrea Fadani, Leiter des Museums für Brotkultur in Ulm, in seinem historischen Abriss.

Wie vor 100 Jahren gelte „Brot essen ist keine Kunst, Brot verkaufen schon“.

In diesem Sinne könne und sollte das Bäckerhandwerk weiterhin mit einem gewissen Stolz und Arbeitsethos zu Werke gehen. „Herzlichen Glückwunsch der Bäckerinnung Heidenheim. Sie können stolz auf Ihr Handwerk sein – und vielen Dank für das täglich frische Brot“, gab er den rund 200 Festgästen mit auf den Weg.


Artikel vom 11.10.2007
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