Baden & Württemberg

Teige und Torten kritisiert

Gesellenprüfung der Innungen Karlsruhe und Bruchsal


Karlsruhe (it). Alle Jahr wieder: „Die Torte lässt zu wünschen übrig“, sagt Fachlehrerin Daniela Volk an der Gewerbeschule bei der Beurteilung der Prüfungsarbeiten der angehenden Bäckergesellinnen und –gesellen. Insgesamt 22 Prüflinge aus der Innung Karlsruhe und sieben aus der Innung Bruchsal stellen sich den kritischen Blicken der Prüfungskommission. „Schwierigkeiten macht es auch, Teige herzustellen“, so Daniela Volk weiter. Und wo der Teig missraten sei, könnten auch die Brötchen nur schwer gut gelingen. Die Blätterteigstückchen seien leidlich in Ordnung, die Schaustücke auch. Dort gebe es ausschließlich Standardformen wie Schmetterling, Anker oder Blüte. Originell und sorgfältig gearbeitet seien dagegen die Neujahrsbrezeln, die verzierten Dampedei und die figürlichen Teilchen. Die Prüflinge mehr oder weniger vorbereitet gewesen. In den einzelnen Prüfungsgruppen jedoch sieht es unterschiedlich aus. Wie Jörg Glutsch berichtet, war er „nicht so überwältigt“ und konnte „von kleinen bis großen Katastrophen“ alles beobachten. Auch ihm fällt auf, dass die Rezepte für den Brötchenteig oft nicht stimmen. Er vermutet, dass die jungen Leute die Prüfung auf die leichte Schulter nähmen. Prüfer Peter Neu hat den Eindruck, dass manche Prüflinge zuvor noch nie eine Torte gemacht haben.



Artikel vom 01.09.2006
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