Rheinland-Pfalz
Steigende Kosten im Visier
Bezirksversammlung: Bäckerinnung Pfalz-Rheinhessen

Stellv. OM Manfred Petry und VGF Helmut Münch informierten in Wörrstadt zu aktuellen Themen (von rechts).
Stellv. Obermeister Manfred Petry ging in Wörrstadt die aktuelle Lage im Bäckerhandwerk aus der Sicht überall steigender Kosten an. Mehl, Energie und Dienstleistungen zum Beispiel sind schon teurer geworden, die Tarifverhandlungen werden kaum als Nullrunde enden und eine Bäko hat bereits eine Liste über bereits eingetretene Preiserhöhungen heraus gegeben.
Verbandsgeschäftsführer Helmut Münch stellte das Ergebnis einer Umfrage vor. Der BIV Südwest hat die Mitglieder nach aktuellen Preisen für eine ganze Reihe von Erzeugnissen befragt. Zum Zeitpunkt der Veranstaltung hatten sich 50 Betriebe mit Angaben beteiligt. Deutlich wurde, dass es zum Teil erhebliche Unterschiede gibt. Beispielhaft nannte Münch (neutral), dass etwa bei 500 Gramm Roggenmischbrot der Durchschnittspreis bei 1,47 Euro liege, der niedrigste bei 1,30 und der höchste mit 1,70 festgestellt wurde. Roggenmischbrot ein Kilo hatte einen Durchschnitt von 2,47 Euro und die Ausschläge lagen bei 2,30 nach unten und 2,70 nach oben. Laugenbrezeln kosten im Mittel 54 Cent das Stück, die Billigsten waren mit 45 und die teuersten mit 60 Cent genannt. Petry meinte, anhand dieser neutralen Zahlen könne jeder Betrieb seine eigenen Werte beurteilen.
Helmut Münch erinnerte daran, dass die Berufsgenossenschaft ab 2009 neue Tarife anwenden wird. Zu vermuten wäre, dass viele Betriebe mit Erhöhungen rechnen müssten, weil zum Beispiel durch Zusammenfassung und Anwendung eines neuen Beitrags-Fußes kaum mit Abschlägen zu rechnen sein werde. Es werden dann Produktion und Vertrieb zusammen genommen und nicht mehr wie bisher extra verrechnet. Damit sind nur noch zwei Bereiche, nämlich Verkauf und Produktion beitragsrelevant.
Benchmark-Projekt
Das Land Rheinland-Pfalz bietet noch bis zum 31. 3. 2008 etlichen Handwerken, darunter auch den Bäckern, die Teilnahme an einem Benchmarking-Projekt an. Zweck der Maßnahme sei, mit geringem Zeitaufwand und ohne zusätzliche Kosten die Daten aus den Bereichen Beschaffung, Wasser, Energie, Abwasser und Abfall branchenintern miteinander zu vergleichen. Dadurch soll es möglich werden, bislang verborgene Kostensenkungspotenziale zu ermitteln.
(Weitere Informationen können den Websites www.buda.de sowie www.effnet.rlp.de entnommen werden).
Den drei Innungen des BIV Südwest stehen in diesem Jahr 2007 Qualitätsprüfer vom 3.12. bis 14.12.2007 für die Durchführung der Brot- und Brötchenprüfung zur Verfügung. Das teilte Münch mit und gab den Anstoß zu ausführlicher Diskussion. Die Montage und Freitage seien überhaupt nicht nutzbar, hieß es. Montags sei das Brot noch zu frisch, und an Freitagen habe niemand Zeit. Dem stand entgegen, dass die Qualitätsprüfer eben eine 5-Tage-Woche zum Arbeiten haben.
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