Baden & Württemberg
Ständig am Image arbeiten
OM Autenrieth auf der Versammlung in Bretten
Bretten (biv). Die hohen Preissteigerungen bei Getreide und Milchprodukten, aber auch bei den Energiekosten waren ein zentrales Thema anlässlich der Generalversammlung der Bäckerinnung Bretten. Für die Preiskalkulation sei jeder Betriebsinhaber selbst verantwortlich, stellte Obermeister Werner Autenrieth klar. Darüber hinaus gelte es jedoch gerade als „kleiner“ Bäckereibetrieb, ständig am Image zu arbeiten und die originäre handwerkliche Produktion herauszustellen. Vor diesem Hintergrund dankte er denjenigen Kollegen, die sich aktiv an der „Nacht des Backens“ beteiligt hatten.
Verbandsgeschäftsführerin Ute Sagebiel-Hannich erläuterte sodann die Anforderungen im Bereich des Kennzeichnungsrechts. Aufgrund gezielter Kontrollen der Lebensmittelüberwachung im Bereich der Kennzeichnung loser Ware nach der Zusatzstoffzulassungs-Verordnung sowie einer immer kritischeren Berichterstattung in den Medien sei es unerlässlich, dass sich die Bäckereien dem Thema professionell annehmen.
Hilfestellung hierzu gebe es mit der Produktinformation des Zentralverbandes und der Software bro:Tplus. Die komplette Umsetzung der Rezepturen in Produktinformationslisten habe neben der für den Verbraucher transparenten Information den zusätzlichen Vorteil, dass die Unterlagen zur Verbraucherschulung genutzt werden könnten.
Im Bereich der Berufsgenossenschaft Nahrung und Gaststätten werde es ab 2009 durch die Zusammenlegung der Gefahrklassen Produktion und Vertrieb/Verkauf zu einer einheitlichen Gefahrklasse 5,2 für einige Betriebe zu Beitragssteigerungen kommen. Der Zentralverband habe diesbezüglich zwar frühzeitig bei der Berufsgenossenschaft interveniert, jedoch sei die treibende Kraft gegen das Bäckerhandwerk der DEHOGA gewesen.
Zu wesentlichen Neuerungen werde es auch durch die Erbschaftssteuerreform und die Unternehmenssteuerreform kommen. Insbesondere auch aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom Januar zur Bewertung von Immobilienvermögen müssten alle Unternehmer prüfen, ob Handlungsbedarf besteht. Verbandsgeschäftsführerin Ute Sagebiel-Hannich mahnte dringend an, dass die Betriebsinhaber mit ihren Steuerberatern die jeweiligen Themenkreise ausführlich besprechen, um eventuelle, jetzt noch bestehende, Gestaltungsmöglichkeiten nicht zu verpassen.
Ehrenmitglied Wolfgang Mößner erläuterte ausführlich die Neuerungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Die Betriebe müssten eine Beschwerdestelle einrichten und insbesondere auch die Mitarbeiter schulen. Die neue Mustersatzung wurde von ihm vorgestellt und beschlossen. Der Prüfbericht der HWK Karlsruhe stellte der Innung schließlich ein ausgezeichnetes Zeugnis aus.
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