Saarland
Spitze bei der Ausbildung
Saar-Handwerk: 10 Prozent mehr Ausbildungsverträge
Saarland (p). Mit einem Plus von 10,1 Prozent bei den abgeschlossenen Lehrverträgen hat das saarländische Handwerk 2007 noch ein Mal überdurchschnittlich zulegen können. Darauf hat der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), Hans-Alois Kirf hingewiesen.
Der Erfolg bei den Ausbildungsbemühungen sei ein Mal mehr dem hohen Engagement der saarländischen Handwerksfirmen zu verdanken, die ihrer Verantwortung gegenüber den jungen Menschen hier zu Lande gerecht geworden seien. Die gute Lage am saarländischen Ausbildungsstellenmarkt Ende des laufenden Jahres sei nicht zuletzt auch das Ergebnis der Arbeit des Ausbildungspaktes, in dem sich die verantwortlichen Akteure, nämlich Landesregierung, HWK, IHK und Regionalagentur für Arbeit erfolgreich zusammengefunden haben.
Aber auch die Lehrlinge hätten ein Lob verdient, da sie in großer Zahl die Chancen der hochwertigen Ausbildung im Saar-Handwerk zu nutzen wussten. Die guten Ergebnisse, die Auszubildende von der Saar immer wieder bei Bundesleistungsvergleichen erzielen, sind laut Kirf ein gutes Indiz für die herausragende handwerkliche Ausbildung an der Saar. In diesem Jahr kämen allerdings neue Herausforderungen auf das Saar-Handwerk zu, die mit dem demografischen Wandel zusammenhängen. Nur noch zwei Jahre werde die Zahl der Schulabgänger ansteigen, danach setze ein kontinuierlicher Rückgang bei den Schulentlasszahlen ein. ,,Im Jahr 2020 werden wir etwa ein Drittel weniger Bewerber und Lehrlinge haben als heute!“ Deshalb müssten die Ressourcen, die im Lande vorhanden sind, möglichst vollständig ausgeschöpft werden. Dazu gehört laut Kirf, dass die Zahl der ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Schulabgänger erhöht wird. Ein Teil der Aufgabe sei auch, die jungen Leute mit Migrationshintergrund stärker für das duale System der Ausbildung, nicht zuletzt im Handwerk zu gewinnen. Nur so könne das Thema Facharbeitermangel im Handwerk aufgefangen werden. Bereits jetzt hätten nämlich manche Gewerke angesichts des wirtschaftlichen Aufschwungs Schwierigkeiten, gut qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Mittel- und langfristig sei mit einer nachhaltigen Verschärfung der Mangelsituation zu rechnen.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung des Problems Fachkräftemangel ist, dass einerseits eine gezielte Nachwuchssicherung betrieben wird und die Beschäftigungschancen älterer Arbeitskräfte wieder steigen. Qualifizierung und Gesundheitsprävention seien die Schlüssel zum Erfolg.
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