Baden & Württemberg

Sozialbeiträge und Lebensmittelgesetz

Informationen auf der Versammlung der Bäckerinnung Mannheim Stadt und Land


Mannheim (nip). Zügig hakten die Mitglieder der Bäckerinnung Mannheim Stadt und Land die diesjährige Herbstversammlung ab, zu der Obermeister Norbert Magin auch Kollegen der Weinheimer Innung wie Obermeister Norbert Kress begrüßte. In seinem Grußwort sprach Gerhard Höfler, Vizepräsident der Handwerkskammer Mannheim den Innungen seinen Dank aus: Beispielhaft für deren Einsatz sei ihr Engagement auf dem Maimarkt Mannheim.

Von politischer Seite forderte Höfler die „richtigen Rahmenbedingungen für Betriebe, dann gibt es auch neue Aufbruchstimmung im Land“. Ute Sagebiel-Hannich, Geschäftsführerin des Bäckerinnungsverbandes Baden, freute sich auf fast so etwas wie ein „Heimspiel“ in der BiA der Handwerkskammer. Sagebiel-Hannich informierte über den Umzug des Zentralverbandes nach Berlin, wo er politische Lobbyarbeit betreibe. Als positiv verbuchte sie die Änderung des Gaststättengesetzes, das es den Mitgliedsbetrieben erlaubt, Stehcafés ohne die Notwendigkeit der Schaffung von Gästetoiletten einzurichten, so lange kein Alkoholausschank stattfindet. Negativ hingegen die Vorverlegung der Fälligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen ab 1. Januar 2006. Durch massive Intervention der Verbände wurde der Übergangszeitraum allerdings abgefedert. So können die Beiträge für Januar in Sechstelgröße auf die Monate Februar bis Juli 2006 verteilt werden. Für den Monat Januar ist eine Nullmeldung abzugeben – die Zahlung wird somit faktisch aufgeschoben und die Betriebe profitieren somit Anfang des Jahres 2006 in Form einer Entlastung.

Für die Umsetzung der neuen EU-Hygienerichtlinie und der Kennzeichnungspflicht bietet der Verband Formulare und Checklisten als CD an. Außerdem sollen die Innungen von einer entsprechenden Schulung profitieren. Wie die Rechtsanwältin weiter berichtete, sei man bei den Verhandlungen zur Kooperation mit dem württembergischen Verband vorangekommen.

Ihre Bitte an die Mitglieder in der Situation des derzeitigen Umbruchs, den der Zentralverband begleite und beeinflusse: Die Gemeinsamkeiten im Bäckerhandwerk zu stärken und ein Netzwerk der Kompetenz aufzubauen. Und um Nachwuchs zu werben – auch für die Bundesfachschule Weinheim, wo Arbeitsfelder neu strukturiert wurden.

Zum Thema „Sozialversicherungsbeiträge“ monierte ein Mitglied, hier hätte „ein Aufschrei der Verbände erfolgen müssen“. Dieser kam, erwiderte Ute Sagebiel-Hannich – allerdings verhallte der Aufschrei erfolglos.

Bei den sich anschließenden Wahlen blieb der Vorstandsposten von Rudi Duttenhofer unbesetzt. „Darum werden wir uns noch kümmern müssen“, sagte Magin, der sich bereits im Vorfeld der Wahl auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht hatte. Auch dies ergebnislos.

Im Prüfungsausschuss ist hingegen nach wie vor Juliane Ockert vertreten, im Ausschuss zur Berufsbildung ebenfalls, gemeinsam mit Peter Kapp und Norbert Magin. Ockert fungiert zudem als Schlichterin von Streitigkeiten zwischen Betrieb und Auszubildenden, Vertreter der Innung zur Kreishandwerkerschaft und zum Landesinnungsverband bleibt Norbert Magin. Helmut Döhringer ist Vertreter der Innung zum Tarifausschuss des Landesinnungsverbandes.

Es folgten Vorträge zum Thema „Der ideale Steuerberater“ von Professor Holger Meyer (Tipps unter www.meyer-weinheim.de) und zum Thema „Alterseinkünftegesetz“ von Intelisano Knollmann (Signal Iduna).


Artikel vom 01.12.2005
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