Niedersachsen
Sieger der Herbstaussaat
Roggen aus landwirtschaftlicher Sicht kaum zu ersetzen
Hannover (age). Bei der Herbstaussaat 2006 hat es in der niedersächsischen Landwirtschaft einen eindeutigen Sieger gegeben. Der Roggen findet laut Darstellung des Landvolks Niedersachsen seinen alten Platz in den Fruchtfolgen wieder und nimmt einen immer größeren Teil der Anbaufläche des Landes ein. Nach ersten Trendberechnungen des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik seien im vergangenen Herbst auf ungefähr 147.000 Hektar Roggen ausgesät worden, während das Areal im Herbst 2005 erst bei 120.000 Hektar gelegen habe. Das bedeute eine Steigerung um 22 Prozent, betonte der Landesbauernverband. In den letzten Jahren sei der Roggenanbau wegen schlechter Erlöse stark eingeschränkt worden.
Die insgesamt steigende Nachfrage nach Getreide, die guten Preise auf Grund der kleineren Ernte 2005, sowie geräumte Lager nach dem Wegfall der Roggeninterventionen, hätten das Blatt aber wieder gewendet. Dem Roggen eröffneten sich nun wieder neue Perspektiven, auch für die Biogas- und die Bioäthanolerzeugung. Gerade für die ertragsschwächeren Standorte sei der Roggen aus landwirtschaftlicher Sicht kaum zu ersetzen.
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