Baden & Württemberg
Seelen, Brezen, Hungerbrot
Brotgeschichte Badens und Württembergs in Ulm
Ulm (p). Landestypische Brotspezialitäten und deren Geschichte präsentiert von Sonntag an eine Sonderausstellung im Ulmer Museum für Brotkultur. Die Schau trägt den Titel „Seelen, Brezeln, Hungerbrote – vom täglichen Brot und brotlosen Zeiten“ und ist bis zum 4. November zu sehen. Die Brotvielfalt im Land hat historische Gründe: Die meisten Bäckereien befanden sich damals in den wohlhabenden Freien Reichsstädten, wie die Kuratorin der Ausstellung, Irene Krauß, am sagte. So entstanden regionaltypische Kleinbrote wie „Reutlinger Kimmicher“,“Biberacher Knauzenwecken“ oder „Ravensburger Seelen“. Auch die über weite Teile instabile Ernährungslage im 19. Jahrhundert wird thematisiert. An Dokumenten wird erläutert, warum 1816/17 tausende Württemberger und Badener auswanderten.
Ulmer Museum für Brotkultur
täglich von 10 bis 17.00 Uhr,
mittwochs von 10 bis 20.30 Uhr;
Eintritt 3,50 Euro (erm. 2,50 Euro).
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