Baden & Württemberg

Reform der BGN avisiert

Versammlung der Bäckerinnung Bruchsal


Bruchsal (biv). Zahlreich erschienene Innungsmitglieder und Gäste konnte der stellvertretende Obermeister Thomas Fabry anlässlich der Frühjahrsversammlung in Bruchsal begrüßen. In Vertretung des erkrankten Obermeisters Heinz Öesterle berichtete er von den zahlreichen Aktivitäten des zurückliegenden Jahres. Besonders erfreulich sei zudem die erste Prüfung nach der neuen Gesellenprüfungsverordnung im Rahmen der Winterprüfung verlaufen. Zusammenfassend könnte auch unter Einbeziehung der Ergebnisse der Zwischenprüfung festgestellt werden, dass die neue Ausbildungsverordnung den Auszubildenden die Möglichkeit mehr Verantwortung und Kreativität eröffne.

Ehrenmitglied und Geschäftsführer Wolfgang Mößner konnte der Versammlung berichten, dass die Prüfung der Innung durch die Handwerkskammer Karlsruhe gut verlaufen sei. Insbesondere dürfe er im Namen der Innung Heinz Böser für die ordnungsgemäße Kassenführung danken. Altersbedingt scheide Heinz Böser nun aus dem Amt. Als gutes Zeichen sei es zu bewerten, dass mit der Wahl von Martin Böser als sein Nachfolger das Amt in der Familie bleibe und die Kontinuität gesichert sei.

Verbandsgeschäftsführerin Ute Sagebiel-Hannich erläuterte die Anforderungen im Bereich des Kennzeichnungsrechts. Aufgrund gezielter Kontrollen der Lebensmittelüberwachung im Bereich loser Ware sei es unerlässlich, dass sich die Bäckereien dem Thema professionell annehmen. Hilfestellung hierzu gebe es mit der Produktinformation des Zentralverbandes und der Software bro:Tplus.

Im Bereich der Berufsgenossenschaften werde es bis zum Jahresende zu Reformen kommen. So werden die Dachverbände der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallkassen fusionieren und auch die übrigen gewerblichen Berufsgenossenschaften werden spätestens bis 2009 von derzeit 26 auf 9 fusionieren.

Zu wesentlichen Neuerungen werde es auch durch die Erbschaftssteuerreform und die Unternehmenssteuerreform kommen. Man sei hier von Seiten des Handwerks nicht zufrieden, da offensichtlich die Kapitalgesellschaften wesentlich stärker von den Änderungen profitieren werden als die Personengesellschaften. Ute Sagebiel-Hannich mahnte dringend an, dass die Betriebsinhaber mit ihren Steuerberatern die jeweiligen Themenkreise ausführlich besprechen.


Artikel vom 18.05.2007
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