Bayern

Rasch berechnet und gut gebacken

Die Bäcker Josef Scheuerer, Daniel Ebert und Maria Wild siegen im Jugendwettbewerb


Regensburg (nik). Sie können ihrer Gesellenprüfung relativ gelassen entgegensehen: Acht Bäckerlehrlinge im dritten Ausbildungsjahr, unter ihnen zwei junge Frauen, bewiesen beim Jugendwettbewerb der Berufsschule Regensburg, dass sie ihre Lehrzeit gut genutzt haben und die Grundlagen ihrer Berufe beherrschen. Sieger wurde Josef Scheuerer (Bäckerei Rasthofer, Undorf). Er freute sich mit den zweit- und drittplatzierten Daniel Ebert (Meier, Abensberg) und Maria Wild (Müller, Bad Abbach) über den Sieg, die übrigen Teilnehmer gewannen wertvolle Erfahrung für ihre Abschlussprüfung. Mit einem seit Jahren nicht mehr erzielten Spitzenergebnis wurde der 20. Jugendwettbewerb abgeschlossen. Fachlehrer Anton Markl, der zusammen mit dem Regensburger Lehrlingswart die Arbeiten bewertete, registrierte „insgesamt sehr gute Leistungen und überaus knappe Punktabstände.“ „Sehr ordentliche Arbeiten, sogar beim schwierigen Blätterteig“ registrierte Obermeister Josef Magerl und Anton Nenning, Leiter der Nahrungsmittelabteilung der Berufsschule, zeigt sich über die engagierten Lehrlinge hoch erfreut und betonte: „Alle Wettbewerbsteilnehmer sind Sieger.“

Der neue Schulleiter Günther Prem lobte die Lehrlinge als „hochqualifizierte Nachwuchskräfte“, und überreichte allen Urkunden, den Erstplatzierten zusätzlich Geldgeschenke des Fördervereins der Berufsschule. Obermeister Josef Magerl bezeichnete die Wettbewerbsteilnehmer als „Aushängeschilder unserer Berufsstandes.“ Er kritisierte in seiner Rede, dass die handwerkliche Bildung von der Politik vernachlässigt werde und nannte als Beispiel die Änderung der Handwerksordnung mit Abschaffung des Meisterzwangs für viele Branchen.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten führen Bäckerinnung und Berufsschule Regensburg diesen Wettbewerb durch, der sich als Element der Ausbildung bewährt hat. Als eine Art Generalprobe auf die Gesellenprüfung können die Lehrlinge eigene Schwächen erkennen, lernen Prüfungsstress zu bewältigen und auch die Leistungen anderer anzuerkennen.

Die Bäcker mussten Mischbrote backen, verschiedene Weizen-Kleingebäcke, Blätterteig, Feinbackwaren aus Blätterteig und Flechtgebäck mit sechs Strängen herstellen.

Die Wettbewerbsteilnehmer hatten sich aus 36 Lehrlingen im dritten Ausbildungsjahr in Theorie und Praxis für den Wettbewerb qualifiziert, berichtet Fachlehrerin Carmen Fernandez. Von ihr und Fachlehrer Anton Markl werden an der Berufsschule Regensburg derzeit 109 Bäcker- und 211 Verkaufslehrlinge unterrichtet: 38 Bäcker im ersten; 33 im zweiten und 38 im dritten Lehrjahr sowie 62 Verkäuferinnen im ersten; 82 im zweiten und 67 im dritten Ausbildungsjahr.


Artikel vom 09.03.2006
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