Sachsen

Publikumswirksame Auftritte geplant

Die Bäckerinnung Dresden will zum Stadtjubiläum mit Eierschecken ins Guiness-Buch


Dresden (ad). Die 100 Mitglieder der Bäckerinnung Dresden stehen nicht zuletzt dank ihres alljährlichen Stollenfestes mit schöner Regelmäßigkeit im Brennpunkt des öffentlichen Interesses. In diesem Jahr werden die Dresdner Bäcker in punkto Öffentlichkeitsarbeit noch ein Stück aktiver sein, denn sie sind maßgeblich an den Feierlichkeiten im Rahmen des Dresdner Stadtjubiläums beteiligt. Wenn Ende August mit einem großen Festumzug die Ersterwähnung Dresdens vor 800 Jahren gefeiert wird, sind die Bäcker dabei gleich doppelt mit von der Partie. Außerdem wollen die Innungsmitglieder mit 800 runden Eierschecken einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde erbacken.

Zufriedene Gesichter waren Anfang März bei der Jahres-Mitgliederversammlung der Bäckerinnung Dresden zu sehen. Obermeister Hans-Jürgen Matzker erinnerte seine Berufskollegen an die guten Ergebnisse bei der Brotprüfung und die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit der Innung im vergangenen Jahr. Die Stollensaison 2005/05 sei ein „sehr großer Erfolg“ gewesen. „Wir haben Stollen gebacken ohne Ende“, freute sich Matzker.

Erfreut zeigte sich Hans-Jürgen Matzker darüber, dass insgesamt vier Meister im Zuge von Betriebsübernahmen den Weg in die Innung gefunden haben. Zwei von ihnen, Ramona Rebs und Frank Winkler, begrüßte er während der Innungsversammlung mit einem Blumenstrauß in der traditionsreichen Handwerksorganisation.

Ehe sie an der Dresdner 800-Jahr-Feier teilnehmen, haben die Innungsmitglieder mehrere Gelegenheit, sich ihren Kunden öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. So wird der Bäckerfrühschoppen in der Elbestadt am 30. April bereits seine dritte Auflage erleben. Aus diesem Anlass öffnen die Meister ihre Backstuben und lassen die Kunden ausgiebig hinter die Kulissen schauen. „Das ist eine sehr gute Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich habe das schon zweimal mit überwältigender Resonanz gemacht“, fasste Obermeister Hans-Jürgen Matzker seine Erfahrungen zusammen.

Eine einzigartige Werbung für das Bäckerhandwerk versprechen sich die Dresdner Meister von ihrem Auftritt beim Festumzug aus Anlass des Stadtjubiläums. So wird an der Spitze des Umzuges eine fünf Meter große, mit 800 Kerzen geschmückte Torte zu bestaunen sein. Dabei wird es sich aus hygienischen Gründen allerdings um eine Attrappe handeln. Und auch der Riesenstollen, der auf einem gesonderten Festwagen durch die Stadt rollen wird, sollte besser nicht gekostet werden … Absolut echt sollen hingegen die Bäcker sein, die die auf einem Tieflader aufgebaute Torte und den Stollen begleiten.

„Ich will am 27. August nur ‚Weiß’ sehen“, machte Obermeister Hans-Jürgen Matzker seinen Berufskollegen deutlich. „Es sollte für jeden Dresdner Bäcker selbstverständlich sein, an diesem Tag mit allen entbehrlichen Leuten in Berufsbekleidung am Umzug teilzunehmen.“ Neben dem optischen Erlebnis soll den Dresdnern und den Besuchern der Stadt reichlich Gelegenheit zum Kosten gegeben werden.


Artikel vom 17.03.2006
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