Sachsen
Publikumswirksame Auftritte geplant
Die Bäckerinnung Dresden will zum Stadtjubiläum mit Eierschecken ins Guiness-Buch

Gut Lachen hatte Obermeister Hans-Jürgen Matzker (Mitte) bei der Jahres-Mitgliederversammlung der Bäcker-Innung Dresden. Er begrüßte Meisterin Ramona Rebs und Meister Frank Winkler als neue Mitglieder der Innung und wünschte beiden mit ihren Betriebe
Zufriedene Gesichter waren Anfang März bei der Jahres-Mitgliederversammlung der Bäckerinnung Dresden zu sehen. Obermeister Hans-Jürgen Matzker erinnerte seine Berufskollegen an die guten Ergebnisse bei der Brotprüfung und die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit der Innung im vergangenen Jahr. Die Stollensaison 2005/05 sei ein „sehr großer Erfolg“ gewesen. „Wir haben Stollen gebacken ohne Ende“, freute sich Matzker.
Erfreut zeigte sich Hans-Jürgen Matzker darüber, dass insgesamt vier Meister im Zuge von Betriebsübernahmen den Weg in die Innung gefunden haben. Zwei von ihnen, Ramona Rebs und Frank Winkler, begrüßte er während der Innungsversammlung mit einem Blumenstrauß in der traditionsreichen Handwerksorganisation.
Ehe sie an der Dresdner 800-Jahr-Feier teilnehmen, haben die Innungsmitglieder mehrere Gelegenheit, sich ihren Kunden öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. So wird der Bäckerfrühschoppen in der Elbestadt am 30. April bereits seine dritte Auflage erleben. Aus diesem Anlass öffnen die Meister ihre Backstuben und lassen die Kunden ausgiebig hinter die Kulissen schauen. „Das ist eine sehr gute Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich habe das schon zweimal mit überwältigender Resonanz gemacht“, fasste Obermeister Hans-Jürgen Matzker seine Erfahrungen zusammen.
Eine einzigartige Werbung für das Bäckerhandwerk versprechen sich die Dresdner Meister von ihrem Auftritt beim Festumzug aus Anlass des Stadtjubiläums. So wird an der Spitze des Umzuges eine fünf Meter große, mit 800 Kerzen geschmückte Torte zu bestaunen sein. Dabei wird es sich aus hygienischen Gründen allerdings um eine Attrappe handeln. Und auch der Riesenstollen, der auf einem gesonderten Festwagen durch die Stadt rollen wird, sollte besser nicht gekostet werden … Absolut echt sollen hingegen die Bäcker sein, die die auf einem Tieflader aufgebaute Torte und den Stollen begleiten.
„Ich will am 27. August nur ‚Weiß’ sehen“, machte Obermeister Hans-Jürgen Matzker seinen Berufskollegen deutlich. „Es sollte für jeden Dresdner Bäcker selbstverständlich sein, an diesem Tag mit allen entbehrlichen Leuten in Berufsbekleidung am Umzug teilzunehmen.“ Neben dem optischen Erlebnis soll den Dresdnern und den Besuchern der Stadt reichlich Gelegenheit zum Kosten gegeben werden.
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