Baden & Württemberg

Produkthaftung und Eigenkontrolle

Breit gefächerte Infoveranstaltung der Bäcker-Innung Tuttlingen-Rottweil


Rottweil (p). Im Rahmen einer Innungsveranstaltung unterrichtete die Bäckerinnung Tuttlingen-Rottweil in den Räumen der Gewerbeakademie Rottweil die sehr zahlreich erschienenen Innungsmitglieder, sowie die Lehrlinge des dritten Lehrjahres im Rahmen ihrer überbetrieblichen Ausbildung, über die Anforderungen und die Umsetzung der EU-Lebensmittelhygieneverordnung.

Hierzu konnte Obermeister Dietmar Link, Trossingen, neben der Referentin des Verbandes, Dipl.-Ing. (FH) Stefanie Dietze aus Stuttgart, den jeweiligen Amtsleiter des Veterinär- und Verbraucherschutzamtes aus Rottweil, Dr. Wolfgang Schwarz, und aus Tuttlingen, Dr. Karl Schwab, als weitere Referenten begrüßen. Zunächst ging Dr. Karl Schwab auf die rechtlichen Anforderungen der Verordnung sowie die Produkthaftung ein. So ist nach der Lebensmittelhygiene-Verordnung jeder Betrieb, der Lebensmittel herstellt, verarbeitet oder in den Verkehr bringt, verpflichtet, im Prozessablauf die für die Lebensmittelsicherheit kritischen Arbeitsstufen zu ermitteln, konsequent zu überwachen und zu dokumentieren, sowie angemessene Sicherheitsmaßnahmen festzulegen. Die Inhalte der EU-Verordnung sind im Prinzip nicht neu, sie wurden jedoch zum 15. August dieses Jahres durch das Inkrafttreten der Neufassung aktualisiert. So kommt der Dokumentationspflicht eine größere Bedeutung, vor allem hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit, zu.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging Dr. Wolfgang Schwarz auf die Anforderungen an das Eigenkontrollsystem in der Bäckerei ein. So müssen klare Anweisungen in der Dokumentation enthalten sein.

Die technische Betriebsberaterin Dipl.-Ing. (FH) Stefanie Dietze vom zuständigen LIV für das Württembergische Bäckerhandwerk e.V. in Stuttgart brachte abschließend den Teilnehmern die praktische Umsetzung der Anforderungen der Verordnung näher. Speziell ausgearbeitete Reinigungspläne bzw. Checklisten und Merkblätter sollen die Umsetzung in den einzelnen Innungsbetrieben erleichtern. OM Dietmar Link dankte in seinem Schlusswort den drei Referenten für ihre jeweiligen Ausführungen, sowie den anwesenden Betriebsinhabern und ihren Mitarbeitern für die konstruktive Mitarbeit.


Artikel vom 29.11.2007
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