Baden & Württemberg

Produkt- und Ausbildungsqualität wichtig

Ehrungen und Vorträge auf der Versammlung der Bäckerinnung Zollernalb


Balingen-Dürrwangen (gt). Als ein von Betriebsaufgaben geprägtem Jahr 2006 sprach Obermeister Alfred Schweizer in seinem Rechenschaftsbericht bei der Generalversammlung der Bäckerinnung Zollernalb. Eine Folge dieser Entwicklung sei, dass die Zahl der Mitglieder auf 38 Betriebe gesunken sei. Der Strukturwandel des Bäckerhandwerks halte unvermindert an und es gebe einen Trend zur zunehmenden Filialisierung. Als einen tollen Erfolg bezeichnete OM Schweizer die 1. Öffentliche Brotprüfung in Verbindung mit einer Ausstellung vom Landwirtschaftsamt Balingen und einer eigens eingerichteten Kinderbackstube in den Geschäftsräumen der Bäko in Albstadt.

Auch die Vorstellung der Pfundskur in der Stadthalle Balingen habe eine tolle Resonanz gebracht. Einen Schritt in die Zukunft habe man mit der Einrichtung einer eigenen Homepage gemacht und mit dem neuen Innungsbrot „Dinkel-Fit“ sei ein guter Ansatz zur Premiere gelungen. Lehrlingswart Jochen Holweger informierte darüber, dass derzeit 59 junge Menschen in 28 Mitgliedsbetrieben eine fundierte Ausbildung als Bäcker (33) oder Bäckereifachverkäuferin (26) erhalten.

Die Grüße der Kreishandwerkerschaft überbrachte Geschäftsführer Jürgen Greß. Die Lage im Handwerk bezeichnete er als recht ordentlich, allerdings würden immer noch an jeder Ecke weitere Märkte eröffnen. Man glaube jedoch, dass das Spezialisieren mit hochqualitativer Ware Zukunft habe. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz bezeichnete Greß als brandgefährlich, weshalb er davor warnte, diesbezüglich Fehler zu machen.

Die von GF Gerolf Otto vorgelegte Jahresrechnung 2006 fand die ungeteilte Zustimmung der Versammlung. Ernst Zimmermann, der zusammen mit seinem Kollegen Helge Leder die Bücher geprüft hatte, teilte mit, dass alles in bester Ordnung sei. Die Genehmigung erfolgte einstimmig. Grünes Licht erhielt auch der von GF Otto vorgelegte Haushaltsplan 2007 in Verbindung mit einer Erhöhung des Grundbeitrages von 80 auf 90 Euro.

Krönender Höhepunkt war die feierliche Ehrung von zwei Persönlichkeiten des Bäckerhandwerks. Unter dem Beifall der Versammlung wurde GF Otto für 26-jährige Tätigkeit im Dienste des Backhandwerks vom stellv. Landesinnungsmeister Martin Reinhardt mit der Goldenen Ehrennadel des Landesinnungsverbandes ausgezeichnet. Für 13 Jahre ehrenamtliches Engagement wurde Ernst Zimmermann die Silberne Ehrennadel des LIV verliehen. Die Innung bedankte sich bei Gerolf Otto und Ernst Zimmermann mit Blumen und flüssigen Präsenten.

Starke Beachtung fanden die Ausführung des stellv. LIM Martin Reinhardt zur Ausbildung des Berufsnachwuchses. Martin Reinhardt verwies darauf, dass das Handwerk zusammen mit den Gewerkschaften Lösungen finden müsse, die dann im Wirtschaftsministerium vorgetragen werden. Mit den sogenannten „Lernfeldern“ sei man schon auf dem richtigen Weg. Mit Blick auf den harten Wettbewerb über den Preis erklärte Martin Reinhardt, dass alle mit diesem Problem kämpfen. Das Backhandwerk stelle Lebensmittel her und müsse seinen Kunden sagen, was dahinter stecke. Gemeint sei damit z. B. dass die Bäcker Rohstoffe aus der Region verarbeiten, eine erstklassige Qualität bieten, eine hohe Ausbildungsleistung vollbringen und dass dies alles auch seinen Preis habe.


Artikel vom 24.05.2007
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