Bayern
Prinzip Hoffnung scheint zu greifen
München (hk). Das Konjunkturklima im Münchner und oberbayerischen Handwerk scheint sich langsam etwas aufzuhellen.
„Das Prinzip Hoffnung scheint endlich wieder ein wenig Raum zu greifen,“ erklärte Handwerkskammerpräsident und Landesinnungsmeister des Bäckerverbands Bayern, Heinrich Traublinger.
Die aktuelle Konjunkturumfrage für das zweite Quartal 2005 zeigt, dass die Handwerksbetriebe ihre wirtschaftliche Situation zu 62 Prozent für gut oder befriedigend halten. Im ersten Vierteljahr war dies nur die Hälfte. Dem Handwerk gehe es nach wie vor nicht gut und ein Ende der Konjunkturflaute, in der sich das Handwerk seit Jahren bewegt, sei noch nicht abzusehen.
Das Münchner und oberbayerische Handwerk musste ein nominales Umsatzminus von 3,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2004 hinnehmen. Preisbereinigt bewegt sich der Halbjahresumsatz von gut 12,8 Mrd. Euro in etwa auf dem Stand zu Beginn der 90-er Jahre. Immerhin wird wieder geringfügig mehr investiert. Im ersten Halbjahr 2005 gaben die Handwerksfirmen rund 350 Mio. Euro für Investitionen aus, ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Nicht so gut sieht es bei der Beschäftigung aus: Ende Juni beschäftigte das Münchner und oberbayerische Handwerk rund 290.000 Personen, das waren um 2 Prozent weniger als zur Jahresmitte 2004. Nur 4 Prozent der Handwerksbetriebe wollen demnächst ihren Personalbestand aufstocken, während 18 Prozent planen, weiter Personal abzubauen.
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