Niedersachsen

Preisanpassung ist nötig

Obermeister Friehe von der Bäckerinnung Osterode


Osterode/Harz (pu). Die handwerklichen Bäckereibetriebe sind einem zunehmenden extremen Preisdruck für den wichtigsten Rohstoff Mehl, aber auch für Milchprodukte und Energie ausgesetzt. Diesen außerordentlich starken Belastungen könnten die handwerklichen Bäckereibetriebe nur durch eine Anhebung ihrer Preise ausgleichen, meinte Obermeister Joachim Friehe von der Bäckerinnung Osterode. Seine Kollegen sollten ihre Erlöse kritisch unter die Lupe nehmen und „gestiegene Kosten zumindest teilweise durch Preisanpassungen an die Kunden weitergeben“. Wer aus Angst vor Umsatzeinbußen nicht reagiere, laufe Gefahr, die Substanz seines Betriebes zu gefährden. Am Ende stehe die endgültige Schließung. Insolvenzen bedeuteten jedoch weniger Arbeits- und Ausbildungsplätze im Bäckerhandwerk.

Kreislandwirt Hartmut Danne zweifelte nicht daran, dass die Bäckereien unter einem hohen Kostendruck stehen. Die von OM Friehe behauptete „Verbrennung von Getreide sei schlichtweg falsch“. In Niedersachsen müsse selbst das für den menschlichen oder tierischen Genuss ungeeignete Getreide als Sondermüll entsorgt werden. Zur Biogaserzeugung werde in erster Linie Mais verwandt.


Artikel vom 30.08.2007
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